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Montag, 7. August 2017

#Wochenchallenge

"Jede neue Herausforderung ist ein Tor zu neuen Erfahrungen." (Ernst Ferstl *1955)
Aus diesem Grund, sollten wir uns alle ab und zu mal vor neue Herausforderungen stellen. Egal ob die Minimalismus-Challenge oder eine Woche vegan leben, bei allen bisherigen Herausforderungen denen ich mich bewusst gestellt habe, bin ich um viele Erfahrungen reicher geworden. Häufig habe ich schon darüber nachgedacht, mir Challenges zu suchen, die mein nachhaltiges Verhalten fördern und nun bin ich tatsächlich vor kurzem bei der Arbeit auf eine Internetseite gestoßen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt und unter anderem die Rubrik #Wochenchallenge hat.

Diese Seite wurde vom Rat nachhaltiger Entwicklung (RNE) herausgegeben und bietet dem Besucher eine riesige Bandbreite an Themen an. Egal ob Energie, Lebensmittel oder Freizeit bei Nachhaltiger-Warenkorb findet man wirklich eine ganze Menge. Die Aktion #Wochenchallenge gibt jede Woche eine neue Aufgabe für die Besucher heraus wie beispielsweise "Kaffee nur aus fairem Handel" oder die aktuelle Challenge "Nur regionale Getränke kaufen". Die Aufgaben sind erfüllbar, abwechslungsreich und zeigen auf mit welchen einfachen, kleinen Änderungen man im Alltag nachhaltiger leben kann. Ich werde die #Wochenchallenge die nächsten Wochen ausprobieren und bin schon sehr gespannt welche Erfahrungen ich machen werde. Bisher habe ich durch die Challenges die ich gemacht habe meistens neue Dinge kennengelernt, die nun Teil meines Alltags sind, so wie beispielsweise das regelmäßige Aussortieren von E-Mails und Daten auf dem PC nach der Minimalismus Challenge oder die absolut leckere Spaghetti-Carbonara aus der veganen Woche.

Wer keine Lust hat immer die Internetseite zu besuchen, kann auch einfach die App des nachhaltigen Warenkorbs runterladen, da bekommt ihr alles auf einen Blick und habt es immer griffbereit!


Sonntag, 25. Juni 2017

The Plastic-Problem: Startups & Alltagshilfen

Nach einer ganzen Weile melde ich mich mal wieder zurück, mit einem Thema, was schon eine ganze Weile aktuell ist: Plastik im Meer.

Erst vor kurzem habe ich wieder eine Dokumentation zu diesem Thema gesehen „A plastic ocean“ (Verfügbar bei Netflix). Und die Bilder waren wie immer erschreckend. So viele Tiere verenden täglich an unserem Plastik Müll und selbst in Hunderten von Metern Tiefe findet sich unser Müll auf dem Meeresboden.

Aber heute möchte ich euch nicht nur erzählen wie schlimm dieses Problem ist und das wir unbedingt etwas dagegen tun müssen – nein, heute möchte ich euch zeigen WER und WAS dagegen tut und getan werden kann! Somit stelle ich euch heute ein paar coole Startups und Alltags-Tipps vor, die diesem Problem entgegenwirken.

Eines der wohl bekanntesten Startups in diesem Bereich ist „TheOceanCleanUp“. Gegründet von Boyan Slat aus den Niederlanden ist es eine absolute Erfolgsgeschichte des 21. Jahrhunderts. Der 22-Jährige hat eine Fangvorrichtung entwickelt, bei der gigantische Arme mit der Wasserströmung im Meer an der Oberfläche treiben und den Plastikmüll einsammeln. Diese Idee wurde in den letzten vier Jahren durch Crowdfunding und viele Unterstützer weiterentwickelt und soll 2018 erstmalig umgesetzt werden. 

Doch was passiert mit dem ganzen Müll, wenn wir ihn dann aus den Meeren gesammelt haben? Er muss weiterverarbeitet werden und genau das tun diese zwei Startups: 

"Bionic Yarn" ist ein Biotech-Startup, welches den Müll aus dem Meer zu Garn weiterverarbeitet. Musiker und Stilikone Pharrel Williams unterstützt diese Mode aus Plastikresten und hat persönlich in dieses Startup investiert. Und bald soll sogar in Zusammenarbeit mit dem Modelabel "G-Star" eine "Raw for the Oceans"- Jeanskollektion herausgebracht werden.

In einem ganz anderem Bereich tätig, aber mindestens genauso innovativ ist das Unternehmen "ByFusion". 
Dieses Unternehmen hat ein alternatives Baumaterial entwickelt, welches aus jeglicher Form von Plastik Müll hergestellt wird. Dieses Material kann sogar in verschiedenen Dichten hergestellt werden und somit für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. Außerdem ist das Verfahren sehr umweltfreundlich, da es keine Vorwäsche oder Sortierung des Mülls benötigt. 


Aber selbst wenn es tolle Startups gibt, die den Müll aus den Meeren holt, reicht das noch nicht aus. Denn wenn der Kreislauf nicht am Anfang der Kette gestoppt wird, also bei jedem einzelnen von uns, dann wird dies eine Sisyphusufgabe für alle Retter der Welt. Aber auch hier gibt es kluge Köpfe die sich Gedanken gemacht haben:


Entdeckt habe ich dieses Startup im Enorm-Magazin. Diese Jungs, leidenschaftliche Surfer, lieben das Meer und wollen es so erhalten wie es ist. Ihnen ist bewusst geworden, dass nicht nur das Plastik ein Problem ist, dass wir mit bloßem Auge sehen können wie z.B. Tüten oder Netze die im Meer umhertreiben. Der wirkliche Feind liegt im Verborgenen – Mikroplastik. Ohne Mikroskop nicht zu erkennen. Aber somit für die Tiere und Lebewesen im Meer nur noch gefährlicher. Und für diese Art von Plastik ist jeder Mensch verantwortlich, der seine Wäsche wäscht. Kaum zu glauben oder? Auf diese Weise schwemmt „allein eine Stadt wie Berlin […] jeden Tag eine Plastikmenge von 540.000 Tüten in die Gewässer“ (Enorm Magazin). Denn Mikroplastik kommt im Großteil unserer Kleidung vor, wie z.B. in Socken. Also was können wir jetzt dagegen tun? Das Startup Guppy Friend aus Berlin hat einen Waschbeutel entwickelt, der Mikroplastik beim Waschgang herausfiltert. Das Mikroplastik wird dann im Beutel angesammelt und kann von dort aus entsorgt werden.

Ein weiteres Startup, was euch hilft im Alltag weniger Plastik zu verbrauchen ist "Original unverpackt". Dieses Unternehmen hat ein Supermarkt-Konzept entwickelt, bei dem die Lebensmittel ohne Verpackungen angeboten werden um den Konsumenten ein verpackungsfreien Einkauf zu ermöglichen. Bisher gibt es einen Laden in Berlin, aber auch einen deutschen und englischen Online Shop, bei dem ihr verschiedene Produkte für ein verpackungsfreies Leben bekommt. Aber es gibt bereits ähnliche Konzepte in anderen Städten wie beispielsweise "Ohne" in München. Ich hoffe, dass sich dieses Konzept weiter verbreitet und hoffentlich irgendwann in jedem Ort zu finden ist!

Wie ihr nun sicherlich gemerkt habt, ist Plastik ein großer Problem, aber es gibt bereits eine Vielzahl an Personen die sich diesem Problem mit coolen, innovativen Lösungen stellen wollen und die Zahl wächst täglich. Und auch wenn nicht jeder von uns eine brillante Startup Idee hat um den Plastik Müll aufzuhalten, so können wir wenigstens im Alltag unser Bestes geben den Plastik Müll zu vermeiden und coole Startups, wie die eben beschriebenen, tatkräftig unterstützen!


Donnerstag, 20. April 2017

Coming Out als Flexitarierin

Ich bin eine Flexitarierin! - Warum manchmal weniger schon mehr ist.

Eine Mitschülerin von mir sagte einmal "die einzige artgerechte Tierhaltung die es gibt ist die Freiheit!". Die Reaktion der meisten anderen Mitschüler: Augenverdrehen. Und das konnte ich gut nachvollziehen. Natürlich bin ich auch dafür, dass Tiere nicht getötet werden sollten und vor allem nicht um nachher als Überproduktion weggeschmissen zu werden, aber wie realistisch ist es, dass jeder Mensch dieser Erde aufhört Fleisch zu essen? Und wie realistisch ist es, dass wir alle Tiere in die Freiheit entlassen? Nun mal ehrlich: ein kleiner gezüchteter Dackel käme genauso wenig in der freien Natur zurecht wie eine hausgezüchtete Kuh. In den letzten Jahren hat es sich nun einmal so entwickelt, dass Tier und Mensch eine dauerhafte Beziehung eingegangen sind, die so einfach gar nicht wieder aufzulösen ist. Die Frage ist doch eher wie diese Beziehung aussieht? Das große gesellschaftliche Problem dass wir meiner Meinung nach heute haben ist nicht das Essen der Tiere selbst, sondern die Haltung dieser, also konkret gesagt: Die Massentierhaltung.
Und wenn diese nur dann verhindert werden kann wenn alle Menschen kein Fleisch mehr essen, dann denke ich werden wir dieses Ziel nie erreichen, denn es sind nun einmal nicht alle Menschen bereit auf Fleisch zu verzichten und auch ich gebe zu, dass ich nicht komplett auf Fleisch verzichten möchte. Und nun zum Thema: Deshalb bin ich Flexitarierin. Das bedeutet, dass ich zwar Fleisch esse, aber in geringeren Mengen als der Durchschnittsverbraucher und wenn ich Fleisch kaufe, dann nur aus biologischer und artgerechter Tierhaltung. Früher hatte ich einen "Veggie Day" in meine Woche integriert an dem ich bewusst kein Fleisch gegessen habe. Heute habe ich diese Taktik leicht verändert, ich versuche im Alltag bewusst Alternativen für Fleisch zu essen und auszuprobieren, verbiete es mir aber nicht solange es den eben genannten Bedingungen entspricht.

Einige von euch werden nun bestimmt sagen, dass ich das nur für mein eigenes Gewissen mache, dieses Verhalten aber für die Gesellschaft und die Tiere keinerlei positive Wirkungen hat. Für all diejenigen die das denken: Schaut mal hier vorbei: Mit kleinen Schritten in Richtung Nachhaltigkeit - Juts Blog. Hier habe ich vor einiger Zeit habe mal eine grobe Rechnung aufgestellt was genau es für die Umwelt bedeuten würde, wenn jeder Deutsche nur einen Tag die Woche auf Fleisch verzichtet und das Ergebnis hat sogar mich selbst positiv überrascht! ;)

Aber Flexitarierin zu sein bedeutet nicht nur den Fleischkonsum im Auge zu behalten. So ist es für mich auch wichtig mich ausgewogen zu ernähren, mir selbst keine Verbote zu erteilen aber bewusst auf Dinge für bestimmte Zeiträume zu verzichten. So wie beispielsweise meine "Vegane Woche" die ich eingelegt habe. Oder auch die Lebensmittel nach Saison zu berücksichtigen. Meiner Meinung nach zählt eben nicht welche Lebensmittel man genau man isst, sondern wo es herkommt und vor allem die Menge.
Denn wie wir in meiner Familie zu sagen pflegen: Die Menge macht das Gift!

Weitere Infos:
https://de.wikipedia.org/wiki/Flexitarismus
http://eatsmarter.de/ernaehrung/ernaehrungsarten/grosse-fleisch-debatte-teilzeitvegetarier-loesung
http://www.zeit.de/lebensart/essen-trinken/2013-10/infografik-artikel-ernaehrungsarten

Donnerstag, 13. April 2017

THE HUMAN EXPERIMENT

Habt ihr euch seit der letzten Chemie Stunde in der Schule nochmal mit Chemikalien und ihren Wirkungen auseinandergesetzt? Wenn nicht, dann geht es euch genau wie mir. Als absolute Nicht-Naturwissenschaftlerin war ich nur froh, dass ich dieses Fach in der 11. Klasse abwählen konnte.

Aber vor ein paar Tagen bin ich durch eine Dokumentation bei Netflix wieder mit dem Thema Chemikalien in Berührung gekommen, allerdings auf einer Ebene. Eine die uns alle interessieren sollte. Viele Chemikalien sind nämlich Teil unseres Alltags, einige bewusst wie zum Beispiel Fluorid in Zahnpasten, aber andere auch unbewusst wie zum Beispiel BPA in Brotdosen. Und genauso unbewusst sind wir uns den Auswirkungen die diese Chemikalien auf uns haben können. BPA zum Beispiel steht im Verdacht Unfruchtbarkeit auszulösen, da es, wenn es in unseren Körper gelangt wie Hormone wirkt. Doch nicht nur BPA wird in der Dokumentation „THE HUMAN EXPERIMENT“ thematisiert.

Innerhalb der Dokumentation werden verschiedene Personen und ihre Geschichten vorgestellt wie beispielsweise ein Pärchen. Die beiden versuchen schon lange Kinder zu bekommen, was ihnen leider aber nicht gelingt. Und selbst in dem Moment, in dem es so scheint als würde sich alles sich zum Guten wenden folgt die nächste Tragödie. Diese und weitere Geschichten werden in Zusammenhang mit den Chemikalien in unserem Alltag gestellt und das Ergebnis ist nicht nur überraschend, sondern vor allem auch beängstigend. Denn dieser Feind ist für uns alle unsichtbar und damit besonders gefährlich - und die Politik versucht es zu ignorieren.


Ich war sehr beeindruckt von dieser Dokumentation und möchte sie euch ans Herz legen zu schauen. Denn nicht nur emotional, sondern auch thematisch hat mich diese Dokumentation sehr gepackt und obwohl ich mit diesem Thema vorher noch keine Berührung hatte, habe ich nach der Dokumentation das Gefühl bewusster im Alltag auf „Gefahren aus dem Labor“ achten und mich vor ihnen schützen zu können. 

Weitere Infos:

Dienstag, 28. März 2017

Fasten für die Umwelt

Es ist Fastenzeit und auch ich mache dieses Jahr mit, indem ich weitestgehend auf industriellen Zucker verzichte, d.h.: keine Süßigkeiten, keine Chips, kein Fast-Food auch kein Alkohol und Kuchen ist natürlich auch verbannt worden (leider ;D). 
In meinem Umfeld ist mir aufgefallen, dass es sehr viele verschiedene Arten des Fastens gibt. Denn neben den Klassikern auf Alkohol und Süßigkeiten zu verzichten gibt es beispielsweise auch noch das Smartphone-Fasten oder das Fernsehen-Fasten. Während ich eines vergangenen Morgens der letzten Tage, bei herrlichem Sonnenschein, seit einer Ewigkeit mal wieder mein Fahrrad benutzt habe, um Einkaufen zu gehen, ist mir die Idee gekommen, dass man doch auch für die Umwelt fasten könnte. Nun habe ich zwei Fasten Ideen für euch mit der ihr in der Fastenzeit nicht nur euch, sondern auch der Umwelt Gutes tun könnt:

(1) CO2-Fasten
Das Auto mal stehen lassen? Finde ich ehrlich gesagt gar nicht so einfach. Aber in der Fastenzeit geht es schließlich auch darum bewusst zu leben und auf etwas zu verzichten, dass wir sonst als selbstverständlich erachten. Und das trifft, jedenfalls bei mir, vollkommen auf das Auto zu. Ich gebe zu, oft bin ich zu bequem um das Fahrrad zu nehmen und das Wetter bietet immer eine passende Ausrede „zu kalt… zu windig… zu warm… zu nass...“ und so weiter. Aber als Challenge für die Fastenzeit finde ich es eine coole Idee so viel wie möglich auf das Auto zu verzichten und stattdessen das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. So spart man Co2 und danach weiß man das Luxusgut Auto erst recht wieder zu schätzen! Aber natürlich gehört zum Co2 Fasten nicht nur das Auto dazu. Auch bestimmte Produkte die wir täglich nutzen sind mit viel Co2 belastet. So könnte man in der Co2-Fastenzeit darauf achten nur regionales und saisonales Obst und Gemüse zu kaufen, bei dem weniger Co2 aufgrund der kürzeren Transportwege und Lagerungen verbraucht wurde.
 Tabelle des BOLW zum Co2 Gehalt von Lebensmitteln
Tabelle des BOLW zum Co2 Gehalt von Lebensmitteln
Hier habe ich für euch eine Tabelle rausgesucht vom Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft, die die Co2 Belastung von verschiedenen Lebensmitteln darstellt. Besonders überraschend fand ich den Wert der Butter, aber auch Fleisch ist hoch im Kurs, weshalb beim Co2 Fasten auch das vegetarische Leben zu empfehlen wäre ;)

(2) Plastik-Fasten
Meiner Meinung nach noch schwieriger als das Co2 Fasten… Denn wenn man nicht gerade in großen Städten lebt, in denen es Läden wie beispielsweise Original unverpackt gibt, bei denen ich ohne Probleme hineinspazieren und alle Lebensmittel ohne Verpackung kaufen kann, wird das wirklich schon schwieriger. In kleinen Orten gibt es nur die gewöhnlichen Supermärkte und in denen ist erschreckend viel unnötig verpackt wie z.B. jede einzelne Gurke oder die Dreier-Packung Paprika. Während man aber im Obst und Gemüse Abteil noch Alternativen findet wird es in den anderen Regalen noch schwieriger. Oder habt ihr schon einmal Nudeln gesehen die in einem Supermarkt nicht in Plastik verpackt waren? Bei diesem Fasten muss man vieles planen bevor es losgeht. Natürlich gibt es bereits einige Online-Shops die plastikfreie Produkte verkaufen, jedoch handelt es sich hier weniger um Lebensmittel selbst, als um die Aufbewahrungsmöglichkeiten. Die Seite Utopia hat verschiedene dieser Online-Shops getestet und einen Vergleich erstellt: Utopia - Plastikfreie Online Shops im Vergleich
Für diese Art des Fastens bietet es sich an viele neue Rezepte auszuprobieren, denn am Einfachsten ist es auf Plastik zu verzichten, indem man vieles selbst macht. Da man aber natürlich nicht alles selbst machen kann, bietet sich der Einkauf in Bio Läden an, diese gibt es schon in den meisten Kleinstädten und haben meist mehr Auswahl an plastikfreien Produkte als normale Supermärkte.


Falls ihr noch andere Ideen für umweltfreundliches Fasten habt oder diese Arten vom Fasten bereits ausprobiert habt oder sogar gerade dabei seid, würde ich mich über eure Erfahrungen, Tipps und Tricks in den Kommentaren freuen! :)

Montag, 20. März 2017

Projekt V - Fazit

Ja, Leute, ich gebe zu mein Fazit hat lange auf sich warten lassen. Aber dafür ist es ausführlicher und ich habe genug Zeit gehabt die vegane Woche zu reflektieren! ;) Dazu gibt es einmal einen kurzen Fragebogen, für die die keine Lust haben so viel zu lesen und die wichtigsten Aspekte auf einen Blick lesen möchten und anschließend eine lange Reflexion in der ich meinen Gedanken freien Lauf lasse und meine Erfahrungen berichte.




Kurzreflexion:

1.  Wurde das Projektziel erreicht? (Begründen Sie Ihre Ansicht)
Mein oberstes Projektziel war es eine Woche lang vegan zu leben; Ja, das habe ich erfolgreich erreicht. Aber meine Unterziele wie beispielsweise nachhaltiger zu leben nicht.

2.  Was trug zum Erreichen des Ziels bei?
Die Unterstützung von CaT (meiner Schwester). Alleine hätte ich wahrscheinlich viele Momente gehabt in denen ich Schwach geworden wäre und nicht-vegan gegessen hätte. Besonders wenn es ums kochen ging. Denn für sich alleine jeden Abend kochen, während alle anderen was anderes leckeres bekommen wäre mir echt schwer gefallen. Aber dadurch dass ich dieses Projekt mit CaT durchgezogen habe konnten wir uns gegenseitig gut helfen und motivieren.

3.  Welche Schwierigkeiten gab es
     -   inhaltlicher / organisatorischer Art: Oft gab es Schwierigkeiten Zutaten zu kriegen die in veganen Rezepten standen. Z.B. hatten wir erhebliche Schwierigkeiten im normalen Supermarkt eine Zartbitter-Schokolade (70% Kakao) zu bekommen, für eine vegane Schoko-Torte. Wir sind sprichwörtlich von A bis Z gerannt und standen am Ende mit leeren Händen da. Erst mit einer Online-Bestellung konnte das Problem gelöst werden.

     -   auf der Beziehungsebene (in der Gruppe ...): Essen gehen mit einer Freundin, Kaffee trinken und Kuchen essen mit der Familie war plötzlich gar nicht mehr so einfach.. Man muss sich erklären, das Verhalten teilweise rechtfertigen und gerät dadurch ständig in dieselbe Diskussion über Veganismus, was zum Teil natürlich interessant ist, aber nach 7 Tagen irgendwann auch langweilig werden kann..

4.  Wie könnte dieses Projekt weitergeführt werden?
Ich werde das Projekt weiterführen indem ich versuche einen veganen Tag in meine Woche oder in den Monat zu integrieren.
5.  Was haben Sie für sich gelernt?
Vegan ist spannend... aufwendig... interessant... bringt neue Erfahrungen... lässt einen manchmal verzweifeln... kann auch Spaß machen...  aber ist einfach nichts für mich.

Ausführliche Reflexion:

Ich gebe ehrlich zu, ich bin froh dass es vorbei ist. Besonders im Bereich der Kosmetik fand ich es schwierig gute Alternativen zu finden. Ich denke man braucht einfach viel Zeit um sich mit den Produkten auseinander zu setzen und festzustellen was der eigenen Haut gut tut und mit welchen Produkten man gut umgehen kann und dafür benötigt es einfach mehr als eine Woche.

Im Food-Bereich dagegen war ich überrascht wie gut mir die Gerichte, auch mit Tofu, geschmeckt haben! Aber dennoch finde ich es sehr aufwendig. Man muss den ganzen Tag darüber nachdenken was man essen kann und was man als nächstes Einkaufen muss. Das ist mir ehrlich gesagt zu viel Aufwand. Ich denke Veganer sein kann eine gute Sache sein, aber nur wenn man sich so stark damit auseinandersetzt, dass man weder unter Mangelerscheinungen leidet, noch dass man die Zeit für wichtigere Dinge im Leben verliert, weil man damit beschäftigt ist nur noch über Essen nachzudenken.

Des Weiteren habe ich mir einige Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit und Veganismus gemacht und habe dabei für mich festgestellt, dass ich durch das vegane Leben nicht nachhaltiger gelebt habe. Vegan bedeutet nämlich in den meisten Fällen nicht gleich Bio und auch nicht gleich FairTrade. Dabei Frage ich mich ob dann nicht eins der primären Ziele von vielen Veganern gar nicht erreicht wird? Ich kenne viele Veganer die aus "Liebe zur Umwelt" vegan sind. Aber wenn diese Produkte ebenfalls nicht Bio oder vegan sind, dann vermeide ich zwar die Tötung von Tieren (was jedoch auch "einfache" Vegetarier tun) aber unterstütze z.B. den Anbau von Soya in Monokulturen und die dafür zum Teil abgeholzten Wälder zum Platzschaffen für diese Felder sind keineswegs nachhaltig. Somit muss ich beim veganen Lebensstil, genauso wie als Vegetarier und "Normalesser" weiterhin darauf achten ob die Produkte nachhaltig sind, weil die Eigenschaft vegan damit meist nicht gleichzusetzen ist.  Natürlich gibt es auch Argumente für veganes Leben und einige Punkte entsprechen vielleicht auch Kriterien der Nachhaltigkeit. Aber ich, für mich, habe festgestellt, dass bei mir das Hauptziel der veganen Ernährung auch eine nachhaltigere Lebensweise war, das ich aber mit vielen Produkten nicht erreicht habe.
Ich bin generell der Meinung das Extreme nicht gut sind. Weder ein extremer Fleischkonsum, noch der komplette Verzicht auf jegliche tierischen Produkte. Ich sehe die Problematik in der Extremen und denke, dass wir mehr erreichen können, wenn wir die Gesellschaft davon überzeugen können einen vegetarischen oder veganen Tag in der Woche einzulegen oder in der Fastenzeit auf Fleisch oder Tierprodukte zu verzichten, als sie davon zu überzeugen ihr Leben komplett umzukrempeln und für den Rest ihres Daseins auf alles zu verzichten. Was passieren würde, wenn jeder Deutsche einen Tag auf Fleisch verzichten würde habe ich in einem früheren Post mal hier diskutiert.

Ich habe in der veganen Woche wirklich viele interessante Erfahrungen gemacht, habe Schwierigkeiten gehabt die ich Lösen konnte und bin Hürden begegnet die ich nicht überwinden konnte. Aber ich denke es war wichtig diese Erfahrungen zu machen und nun kann ich sagen: ich habe es probiert! Denn das finde ich wichtig, besonders bevor man über den veganen Lebensstil urteilt! Ich habe seit dieser Woche einen noch größeren Respekt vor den Menschen die es schaffen sich vegan und nachhaltig zu ernähren und dabei nicht den ganzen Tag nur an Essen denken müssen. Doch ich schaffe das leider nicht und möchte es auch gar nicht schaffen müssen. Aber da ich einige gute Gerichte gefunden habe und auch noch andere Produkte zuhause habe die ich mindestens aufbrauchen möchte werde ich demnächst immer mal wieder einen veganen Tag in meiner Woche unterbringen, denn ich denke dass tut nicht nur dem Körper mal ganz gut, sondern bringt auch Abwechslung und neue, interessante Erfahrungen mit sich.

Sonntag, 26. Februar 2017

Project V - Sonstiger Einkauf

Last but not least ... Kategorie 3 der veganen Lebensmittel: "Sonstiger Einkauf".

Ein echtes Allround-Talent ist der Brotaufstrich Tomate-Kräuter von Bio Zentrale. Denn der schmeckt nicht nur sehr gut als Brotaufstrich, sondern auch als Pesto mit Nudeln oder als würziger Aufstrich auf Pfannkuchen! Außerdem ist das kleine Glas sehr ergiebig, was ebenfalls einen Plus Punkt von mir bekommt.

Ebenfalls sehr lecker die alternativen Nuss-Nougat Cremes. Die erste Variante die wir probiert haben war die Nuss Nougat Creme von Schlagfix, die mir persönlich sehr gut geschmeckt hat! Vom Geschmack her hat sie mich an Nusspli erinnert, also eher nougatiger als zum Beispiel Nutella. Dieses Glas war auch innerhalb von zwei Tagen aufgebraucht, was zeigt wie lecker es war! Die Nuss Nougat Creme von der Marke Veganz war unsere zweite Variante. Diese schmeckte ganz anders als die erste, aber genauso war sie sehr lecker. Diese Schokocreme hat eher einen Zartbitter-Geschmack, den ich zur Abwechslung sehr gut fand. Demnächst wollen wir diese Schokocreme auch mal zum backen verwenden. Mal sehen wie das wird. :)

Die Soya Sahne und Soya Milch haben wir nur noch zusätzlich zu den vorhandenen Produkten gekauft, da wir diese beiden Sachen oft zum Kochen gebraucht haben.

Zum Zwieback kann ich nur eins sagen: Zwieback ist Zwieback. Er schmeckte wie Zwieback, sah aus wie Zwieback und war somit ganz normaler Zwieback. :D

Ich gebe zu den Joghurt und die Desserts von Alpro haben wir bisher nicht probiert. Aber grundsätzlich kann ich sagen, dass mir die Produkte von Alpro gut gefallen haben und ich deswegen davon ausgehe, dass auch diese beiden Produkte von der Qualität her gut sind. Sobald ich diese aber getestet habe sag ich euch Bescheid! ;)