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Donnerstag, 23. November 2017

Aktion #BOCKAUFBUNT

Quelle: https://www.dasding.de/musicondemand/
Fotos-von-Culcha-Candela/-/id=464014/did=
335442/i8u14b/index.html
Ich war vor kurzem auf einem Culcha Candela Konzert - das war einfach der HAMMA! Die Musik & Show war La Bomba, der DJ hat den Tune zurückgebracht und die Meute spielte verrückt. Es war das absolute Erlebnis.

Aber diese Band wäre nicht Culcha Candela, wenn nicht auch noch eine coole Message dabei gewesen wäre - bei dem Konzert konnte man ein Benefiz Album kaufen, dessen Einnahmen für den Bau einer Schule in einem Entwicklungsland genutzt wird. Aber das war natürlich nicht Alles. Die Culchas haben am Ende des Konzerts zu Toleranz und zum Miteinander statt gegeneinander aufgerufen und damit ausgesprochen, was ihre Aktion #BOCKAUFBUNT ausmacht. Der Flüchtlingsstrom des letzten Jahres hat in Deutschland große Wellen geschlagen. Auf der einen Seite entstanden neue Initiativen für die Hilfe für Geflüchtete, auf der anderen Seite wurde durch die Medien und Öffentlichkeit die Skepsis gegenüber Migranten und Flüchtlingen verstärkt.
https://www.merchstore.net
Dagegen geht Culcha Candela mit ihrer Aktion an. Schon immer als die Band bekannt, die kulturell am vielfältigsten ist und sich für Toleranz einsetzt, haben sie mit der Aktion #BOCKAUFBUNT auf ihre eigene Weise auf die Geschehnisse in Deutschland reagiert. Mithilfe ihrer letzten Tour haben sie stolze 15.000 Euro an Pro Asyl gespendet und unterstützen darüber hinaus die Arche Kindernothilfe. Mit dem Slogan "Bock auf Bunt" treffen sie es auf den Punkt. Toleranz, Akzeptanz und der Spaß an kultureller Vielfalt macht nicht nur die Musik von Culcha Candela unverwechselbar und cool, sondern würde auch unsere Gesellschaft ein großes Stück voran bringen. Die Aktion wird weiter fortgesetzt und ihr könnt sie hier unterstützen. Neben einer einfachen Spende, könnt ihr aber auch ein T-Shirt oder andere Produkte mit dem Slogan erwerben und so euren Teil zur Aktion und damit auch für eine offene, tolerante Gesellschaft beitragen.

Montag, 6. November 2017

Der CIR Label Quick Check

Die Christliche Initiative Romeo ist nach dem, 1980 ermordeten, salvadorianischen Erzbischof Oscar Arnulfo Romero benannt und setzt sich seit 1981 für Arbeits- und Menschenrechte in Mittelamerika ein. Fokus ihrer Arbeit ist die Unterstützung von Basisbewegungen und Organisationen, sowie Kampagnen- und Bildungsarbeit in Deutschland. Hauptziel ist es Ungerechtigkeiten zu beseitigen und eine Bücke zwischen den Ländern des Südens und Deutschland zu schlagen.

Die Initiative hat vor kurzem eine Übersicht zu Labels herausgegeben, die ich persönlich super hilfreich und empfehlenswert finde! In einem kleinen Buch-ähnlichen Heft werden bekannte (und zum Teil auch unbekannte) Labels für Lebensmittel, Textilien und Ähnlichem genauer unter die Lupe genommen und mit Hilfe von Stufen (von anspruchsvoll bis mangelhaft) eingeordnet. In drei Kategorien, Soziales, Ökologie und Glaubwürdigkeit werden die Labels bewertet und für den Konsumenten transparent gemacht. Dazu gibt es einen kleinen Beipackzettel mit einer praktischen Übersicht, fürs Portemonnaie, den man direkt beim Einkauf zücken und damit die Labels überprüfen kann.

Als ich mir diesen Wegweiser durch das Label-Labyrinth angeschaut habe ist mir eines wieder einmal klar geworden: Nichts ist so wie es scheint. Zum Teil stecken hinter vermeintlich besonders bekannten Labels niedrige Anforderungen und undurchsichtige Aktivitäten. Da frage ich mich: Wo fängt Betrug an? Ist diese Art Labels zu nutzen nicht schon von krimineller Art? Der Konsument wird bewusst hinters Licht geführt und die Funktion von Labels, nämlich dem Kunden bei seiner Kaufentscheidung zu helfen, skrupellos missbraucht. Doch dank dieser Übersicht von der CIR, kann diese "Volksverarsche" endlich etwas eingedämmt werden.

Ich kann allen nur empfehlen sich diesen Quick Check hier zu bestellen und einen Blick hinein zu werfen, damit man nicht auf die vermeintlich tollen Labels rein fällt und die wahrhaftigen übersieht.

Montag, 7. August 2017

#Wochenchallenge

"Jede neue Herausforderung ist ein Tor zu neuen Erfahrungen." (Ernst Ferstl *1955)
Aus diesem Grund, sollten wir uns alle ab und zu mal vor neue Herausforderungen stellen. Egal ob die Minimalismus-Challenge oder eine Woche vegan leben, bei allen bisherigen Herausforderungen denen ich mich bewusst gestellt habe, bin ich um viele Erfahrungen reicher geworden. Häufig habe ich schon darüber nachgedacht, mir Challenges zu suchen, die mein nachhaltiges Verhalten fördern und nun bin ich tatsächlich vor kurzem bei der Arbeit auf eine Internetseite gestoßen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt und unter anderem die Rubrik #Wochenchallenge hat.

Diese Seite wurde vom Rat nachhaltiger Entwicklung (RNE) herausgegeben und bietet dem Besucher eine riesige Bandbreite an Themen an. Egal ob Energie, Lebensmittel oder Freizeit bei Nachhaltiger-Warenkorb findet man wirklich eine ganze Menge. Die Aktion #Wochenchallenge gibt jede Woche eine neue Aufgabe für die Besucher heraus wie beispielsweise "Kaffee nur aus fairem Handel" oder die aktuelle Challenge "Nur regionale Getränke kaufen". Die Aufgaben sind erfüllbar, abwechslungsreich und zeigen auf mit welchen einfachen, kleinen Änderungen man im Alltag nachhaltiger leben kann. Ich werde die #Wochenchallenge die nächsten Wochen ausprobieren und bin schon sehr gespannt welche Erfahrungen ich machen werde. Bisher habe ich durch die Challenges die ich gemacht habe meistens neue Dinge kennengelernt, die nun Teil meines Alltags sind, so wie beispielsweise das regelmäßige Aussortieren von E-Mails und Daten auf dem PC nach der Minimalismus Challenge oder die absolut leckere Spaghetti-Carbonara aus der veganen Woche.

Wer keine Lust hat immer die Internetseite zu besuchen, kann auch einfach die App des nachhaltigen Warenkorbs runterladen, da bekommt ihr alles auf einen Blick und habt es immer griffbereit!


Sonntag, 25. Juni 2017

The Plastic-Problem: Startups & Alltagshilfen

Nach einer ganzen Weile melde ich mich mal wieder zurück, mit einem Thema, was schon eine ganze Weile aktuell ist: Plastik im Meer.

Erst vor kurzem habe ich wieder eine Dokumentation zu diesem Thema gesehen „A plastic ocean“ (Verfügbar bei Netflix). Und die Bilder waren wie immer erschreckend. So viele Tiere verenden täglich an unserem Plastik Müll und selbst in Hunderten von Metern Tiefe findet sich unser Müll auf dem Meeresboden.

Aber heute möchte ich euch nicht nur erzählen wie schlimm dieses Problem ist und das wir unbedingt etwas dagegen tun müssen – nein, heute möchte ich euch zeigen WER und WAS dagegen tut und getan werden kann! Somit stelle ich euch heute ein paar coole Startups und Alltags-Tipps vor, die diesem Problem entgegenwirken.

Eines der wohl bekanntesten Startups in diesem Bereich ist „TheOceanCleanUp“. Gegründet von Boyan Slat aus den Niederlanden ist es eine absolute Erfolgsgeschichte des 21. Jahrhunderts. Der 22-Jährige hat eine Fangvorrichtung entwickelt, bei der gigantische Arme mit der Wasserströmung im Meer an der Oberfläche treiben und den Plastikmüll einsammeln. Diese Idee wurde in den letzten vier Jahren durch Crowdfunding und viele Unterstützer weiterentwickelt und soll 2018 erstmalig umgesetzt werden. 

Doch was passiert mit dem ganzen Müll, wenn wir ihn dann aus den Meeren gesammelt haben? Er muss weiterverarbeitet werden und genau das tun diese zwei Startups: 

"Bionic Yarn" ist ein Biotech-Startup, welches den Müll aus dem Meer zu Garn weiterverarbeitet. Musiker und Stilikone Pharrel Williams unterstützt diese Mode aus Plastikresten und hat persönlich in dieses Startup investiert. Und bald soll sogar in Zusammenarbeit mit dem Modelabel "G-Star" eine "Raw for the Oceans"- Jeanskollektion herausgebracht werden.

In einem ganz anderem Bereich tätig, aber mindestens genauso innovativ ist das Unternehmen "ByFusion". 
Dieses Unternehmen hat ein alternatives Baumaterial entwickelt, welches aus jeglicher Form von Plastik Müll hergestellt wird. Dieses Material kann sogar in verschiedenen Dichten hergestellt werden und somit für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. Außerdem ist das Verfahren sehr umweltfreundlich, da es keine Vorwäsche oder Sortierung des Mülls benötigt. 


Aber selbst wenn es tolle Startups gibt, die den Müll aus den Meeren holt, reicht das noch nicht aus. Denn wenn der Kreislauf nicht am Anfang der Kette gestoppt wird, also bei jedem einzelnen von uns, dann wird dies eine Sisyphusufgabe für alle Retter der Welt. Aber auch hier gibt es kluge Köpfe die sich Gedanken gemacht haben:


Entdeckt habe ich dieses Startup im Enorm-Magazin. Diese Jungs, leidenschaftliche Surfer, lieben das Meer und wollen es so erhalten wie es ist. Ihnen ist bewusst geworden, dass nicht nur das Plastik ein Problem ist, dass wir mit bloßem Auge sehen können wie z.B. Tüten oder Netze die im Meer umhertreiben. Der wirkliche Feind liegt im Verborgenen – Mikroplastik. Ohne Mikroskop nicht zu erkennen. Aber somit für die Tiere und Lebewesen im Meer nur noch gefährlicher. Und für diese Art von Plastik ist jeder Mensch verantwortlich, der seine Wäsche wäscht. Kaum zu glauben oder? Auf diese Weise schwemmt „allein eine Stadt wie Berlin […] jeden Tag eine Plastikmenge von 540.000 Tüten in die Gewässer“ (Enorm Magazin). Denn Mikroplastik kommt im Großteil unserer Kleidung vor, wie z.B. in Socken. Also was können wir jetzt dagegen tun? Das Startup Guppy Friend aus Berlin hat einen Waschbeutel entwickelt, der Mikroplastik beim Waschgang herausfiltert. Das Mikroplastik wird dann im Beutel angesammelt und kann von dort aus entsorgt werden.

Ein weiteres Startup, was euch hilft im Alltag weniger Plastik zu verbrauchen ist "Original unverpackt". Dieses Unternehmen hat ein Supermarkt-Konzept entwickelt, bei dem die Lebensmittel ohne Verpackungen angeboten werden um den Konsumenten ein verpackungsfreien Einkauf zu ermöglichen. Bisher gibt es einen Laden in Berlin, aber auch einen deutschen und englischen Online Shop, bei dem ihr verschiedene Produkte für ein verpackungsfreies Leben bekommt. Aber es gibt bereits ähnliche Konzepte in anderen Städten wie beispielsweise "Ohne" in München. Ich hoffe, dass sich dieses Konzept weiter verbreitet und hoffentlich irgendwann in jedem Ort zu finden ist!

Wie ihr nun sicherlich gemerkt habt, ist Plastik ein großer Problem, aber es gibt bereits eine Vielzahl an Personen die sich diesem Problem mit coolen, innovativen Lösungen stellen wollen und die Zahl wächst täglich. Und auch wenn nicht jeder von uns eine brillante Startup Idee hat um den Plastik Müll aufzuhalten, so können wir wenigstens im Alltag unser Bestes geben den Plastik Müll zu vermeiden und coole Startups, wie die eben beschriebenen, tatkräftig unterstützen!


Donnerstag, 20. April 2017

Coming Out als Flexitarierin

Ich bin eine Flexitarierin! - Warum manchmal weniger schon mehr ist.

Eine Mitschülerin von mir sagte einmal "die einzige artgerechte Tierhaltung die es gibt ist die Freiheit!". Die Reaktion der meisten anderen Mitschüler: Augenverdrehen. Und das konnte ich gut nachvollziehen. Natürlich bin ich auch dafür, dass Tiere nicht getötet werden sollten und vor allem nicht um nachher als Überproduktion weggeschmissen zu werden, aber wie realistisch ist es, dass jeder Mensch dieser Erde aufhört Fleisch zu essen? Und wie realistisch ist es, dass wir alle Tiere in die Freiheit entlassen? Nun mal ehrlich: ein kleiner gezüchteter Dackel käme genauso wenig in der freien Natur zurecht wie eine hausgezüchtete Kuh. In den letzten Jahren hat es sich nun einmal so entwickelt, dass Tier und Mensch eine dauerhafte Beziehung eingegangen sind, die so einfach gar nicht wieder aufzulösen ist. Die Frage ist doch eher wie diese Beziehung aussieht? Das große gesellschaftliche Problem dass wir meiner Meinung nach heute haben ist nicht das Essen der Tiere selbst, sondern die Haltung dieser, also konkret gesagt: Die Massentierhaltung.
Und wenn diese nur dann verhindert werden kann wenn alle Menschen kein Fleisch mehr essen, dann denke ich werden wir dieses Ziel nie erreichen, denn es sind nun einmal nicht alle Menschen bereit auf Fleisch zu verzichten und auch ich gebe zu, dass ich nicht komplett auf Fleisch verzichten möchte. Und nun zum Thema: Deshalb bin ich Flexitarierin. Das bedeutet, dass ich zwar Fleisch esse, aber in geringeren Mengen als der Durchschnittsverbraucher und wenn ich Fleisch kaufe, dann nur aus biologischer und artgerechter Tierhaltung. Früher hatte ich einen "Veggie Day" in meine Woche integriert an dem ich bewusst kein Fleisch gegessen habe. Heute habe ich diese Taktik leicht verändert, ich versuche im Alltag bewusst Alternativen für Fleisch zu essen und auszuprobieren, verbiete es mir aber nicht solange es den eben genannten Bedingungen entspricht.

Einige von euch werden nun bestimmt sagen, dass ich das nur für mein eigenes Gewissen mache, dieses Verhalten aber für die Gesellschaft und die Tiere keinerlei positive Wirkungen hat. Für all diejenigen die das denken: Schaut mal hier vorbei: Mit kleinen Schritten in Richtung Nachhaltigkeit - Juts Blog. Hier habe ich vor einiger Zeit habe mal eine grobe Rechnung aufgestellt was genau es für die Umwelt bedeuten würde, wenn jeder Deutsche nur einen Tag die Woche auf Fleisch verzichtet und das Ergebnis hat sogar mich selbst positiv überrascht! ;)

Aber Flexitarierin zu sein bedeutet nicht nur den Fleischkonsum im Auge zu behalten. So ist es für mich auch wichtig mich ausgewogen zu ernähren, mir selbst keine Verbote zu erteilen aber bewusst auf Dinge für bestimmte Zeiträume zu verzichten. So wie beispielsweise meine "Vegane Woche" die ich eingelegt habe. Oder auch die Lebensmittel nach Saison zu berücksichtigen. Meiner Meinung nach zählt eben nicht welche Lebensmittel man genau man isst, sondern wo es herkommt und vor allem die Menge.
Denn wie wir in meiner Familie zu sagen pflegen: Die Menge macht das Gift!

Weitere Infos:
https://de.wikipedia.org/wiki/Flexitarismus
http://eatsmarter.de/ernaehrung/ernaehrungsarten/grosse-fleisch-debatte-teilzeitvegetarier-loesung
http://www.zeit.de/lebensart/essen-trinken/2013-10/infografik-artikel-ernaehrungsarten

Donnerstag, 13. April 2017

THE HUMAN EXPERIMENT

Habt ihr euch seit der letzten Chemie Stunde in der Schule nochmal mit Chemikalien und ihren Wirkungen auseinandergesetzt? Wenn nicht, dann geht es euch genau wie mir. Als absolute Nicht-Naturwissenschaftlerin war ich nur froh, dass ich dieses Fach in der 11. Klasse abwählen konnte.

Aber vor ein paar Tagen bin ich durch eine Dokumentation bei Netflix wieder mit dem Thema Chemikalien in Berührung gekommen, allerdings auf einer Ebene. Eine die uns alle interessieren sollte. Viele Chemikalien sind nämlich Teil unseres Alltags, einige bewusst wie zum Beispiel Fluorid in Zahnpasten, aber andere auch unbewusst wie zum Beispiel BPA in Brotdosen. Und genauso unbewusst sind wir uns den Auswirkungen die diese Chemikalien auf uns haben können. BPA zum Beispiel steht im Verdacht Unfruchtbarkeit auszulösen, da es, wenn es in unseren Körper gelangt wie Hormone wirkt. Doch nicht nur BPA wird in der Dokumentation „THE HUMAN EXPERIMENT“ thematisiert.

Innerhalb der Dokumentation werden verschiedene Personen und ihre Geschichten vorgestellt wie beispielsweise ein Pärchen. Die beiden versuchen schon lange Kinder zu bekommen, was ihnen leider aber nicht gelingt. Und selbst in dem Moment, in dem es so scheint als würde sich alles sich zum Guten wenden folgt die nächste Tragödie. Diese und weitere Geschichten werden in Zusammenhang mit den Chemikalien in unserem Alltag gestellt und das Ergebnis ist nicht nur überraschend, sondern vor allem auch beängstigend. Denn dieser Feind ist für uns alle unsichtbar und damit besonders gefährlich - und die Politik versucht es zu ignorieren.


Ich war sehr beeindruckt von dieser Dokumentation und möchte sie euch ans Herz legen zu schauen. Denn nicht nur emotional, sondern auch thematisch hat mich diese Dokumentation sehr gepackt und obwohl ich mit diesem Thema vorher noch keine Berührung hatte, habe ich nach der Dokumentation das Gefühl bewusster im Alltag auf „Gefahren aus dem Labor“ achten und mich vor ihnen schützen zu können. 

Weitere Infos:

Dienstag, 28. März 2017

Fasten für die Umwelt

Es ist Fastenzeit und auch ich mache dieses Jahr mit, indem ich weitestgehend auf industriellen Zucker verzichte, d.h.: keine Süßigkeiten, keine Chips, kein Fast-Food auch kein Alkohol und Kuchen ist natürlich auch verbannt worden (leider ;D). 
In meinem Umfeld ist mir aufgefallen, dass es sehr viele verschiedene Arten des Fastens gibt. Denn neben den Klassikern auf Alkohol und Süßigkeiten zu verzichten gibt es beispielsweise auch noch das Smartphone-Fasten oder das Fernsehen-Fasten. Während ich eines vergangenen Morgens der letzten Tage, bei herrlichem Sonnenschein, seit einer Ewigkeit mal wieder mein Fahrrad benutzt habe, um Einkaufen zu gehen, ist mir die Idee gekommen, dass man doch auch für die Umwelt fasten könnte. Nun habe ich zwei Fasten Ideen für euch mit der ihr in der Fastenzeit nicht nur euch, sondern auch der Umwelt Gutes tun könnt:

(1) CO2-Fasten
Das Auto mal stehen lassen? Finde ich ehrlich gesagt gar nicht so einfach. Aber in der Fastenzeit geht es schließlich auch darum bewusst zu leben und auf etwas zu verzichten, dass wir sonst als selbstverständlich erachten. Und das trifft, jedenfalls bei mir, vollkommen auf das Auto zu. Ich gebe zu, oft bin ich zu bequem um das Fahrrad zu nehmen und das Wetter bietet immer eine passende Ausrede „zu kalt… zu windig… zu warm… zu nass...“ und so weiter. Aber als Challenge für die Fastenzeit finde ich es eine coole Idee so viel wie möglich auf das Auto zu verzichten und stattdessen das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. So spart man Co2 und danach weiß man das Luxusgut Auto erst recht wieder zu schätzen! Aber natürlich gehört zum Co2 Fasten nicht nur das Auto dazu. Auch bestimmte Produkte die wir täglich nutzen sind mit viel Co2 belastet. So könnte man in der Co2-Fastenzeit darauf achten nur regionales und saisonales Obst und Gemüse zu kaufen, bei dem weniger Co2 aufgrund der kürzeren Transportwege und Lagerungen verbraucht wurde.
 Tabelle des BOLW zum Co2 Gehalt von Lebensmitteln
Tabelle des BOLW zum Co2 Gehalt von Lebensmitteln
Hier habe ich für euch eine Tabelle rausgesucht vom Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft, die die Co2 Belastung von verschiedenen Lebensmitteln darstellt. Besonders überraschend fand ich den Wert der Butter, aber auch Fleisch ist hoch im Kurs, weshalb beim Co2 Fasten auch das vegetarische Leben zu empfehlen wäre ;)

(2) Plastik-Fasten
Meiner Meinung nach noch schwieriger als das Co2 Fasten… Denn wenn man nicht gerade in großen Städten lebt, in denen es Läden wie beispielsweise Original unverpackt gibt, bei denen ich ohne Probleme hineinspazieren und alle Lebensmittel ohne Verpackung kaufen kann, wird das wirklich schon schwieriger. In kleinen Orten gibt es nur die gewöhnlichen Supermärkte und in denen ist erschreckend viel unnötig verpackt wie z.B. jede einzelne Gurke oder die Dreier-Packung Paprika. Während man aber im Obst und Gemüse Abteil noch Alternativen findet wird es in den anderen Regalen noch schwieriger. Oder habt ihr schon einmal Nudeln gesehen die in einem Supermarkt nicht in Plastik verpackt waren? Bei diesem Fasten muss man vieles planen bevor es losgeht. Natürlich gibt es bereits einige Online-Shops die plastikfreie Produkte verkaufen, jedoch handelt es sich hier weniger um Lebensmittel selbst, als um die Aufbewahrungsmöglichkeiten. Die Seite Utopia hat verschiedene dieser Online-Shops getestet und einen Vergleich erstellt: Utopia - Plastikfreie Online Shops im Vergleich
Für diese Art des Fastens bietet es sich an viele neue Rezepte auszuprobieren, denn am Einfachsten ist es auf Plastik zu verzichten, indem man vieles selbst macht. Da man aber natürlich nicht alles selbst machen kann, bietet sich der Einkauf in Bio Läden an, diese gibt es schon in den meisten Kleinstädten und haben meist mehr Auswahl an plastikfreien Produkte als normale Supermärkte.


Falls ihr noch andere Ideen für umweltfreundliches Fasten habt oder diese Arten vom Fasten bereits ausprobiert habt oder sogar gerade dabei seid, würde ich mich über eure Erfahrungen, Tipps und Tricks in den Kommentaren freuen! :)