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Mittwoch, 13. August 2014

" #Sharkwater - Finished with fins "

Vor einer Weile stöberte ich ein wenig bei Youtube und stieß dabei auf eine Dokumentation die „Sharkwater – wenn Haie sterben“ hieß. Da ich mich sowieso sehr für diese Tiere interessiere, nahm ich mir die knapp 1 ½ Stunden Zeit und schaute sie mir an. Und dann habe ich mal nachgedacht.

In der Dokumentation wird gezeigt wie viele Haie täglich sterben müssen aus Gründen, die für mich einfach nicht nachvollziehbar sind. Sie werden (größtenteils auch illegal) gefangen und bevor man sie wie Müll zurück ins Meer wirft, werden die Flossen abgetrennt. Für die „Haiflossen Suppe“. Die Tiere sind dabei meistens bei vollem Bewusstsein.
Ich frage mich wie man so grausam sein kann. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Haiflossen in dieser Suppe gar keinen richtigen Geschmack haben, sondern einfach nur als Symbol für Reichtum stehen.
Ein faszinierender Aspekt, den ich zuerst durch diese Dokumentation begriffen habe, ist, dass wir uns selbst damit schaden. Über kurz oder lang, werden die Haie aussterben und das wird erhebliche Folgen für den ganzen Planeten haben.
Denn: Wie wir alle wissen, sind die meisten Haie Fleischfresser. Somit stehen sie im Ozean mit an der höchsten Stelle der Nahrungskette (und das schon knapp 400 Millionen Jahren lang). Würden wir diese Art aussterben lassen, indem wir nichts gegen die Abschlachtung dieser Tiere tun, geht uns irgendwann im wahrsten Sinne des Wortes der Atem aus.
Bis zu 50% des Sauerstoffes, den wir atmen wird vom Ozean produziert. Genauer gesagt, ist es der Plankton im Meer. Diese Micro Pflanzen verwandeln Unmengen an Co2 in Sauerstoff um. Zudem ist dieses Plankton die Nahrungsgrundlage von sehr vielen Bewohnern des Meeres, nämlich von Fischen.
Schlussendlich heißt das: Werden nun keine Fische mehr von Haien gefressen, vermehren diese sich natürlich drastisch. Sie fressen immer mehr Plankton und somit wird irgendwann der Punkt erreicht sein, dass es zu wenig bis gar kein Plankton mehr gibt. Wodurch natürlich auch kein CO2 mehr verarbeitet werden kann. Uns geht dann also die Luft aus. Vor allem wenn man bedenkt, wie viel CO2 wir täglich in die Luft blasen.

Ich weiß, dass das Thema „Klimawandel“ manchmal auch sehr nervig sein kann, denn es ist eine so große Aufgabe diesen aufzuhalten, dass es unmöglich scheint. Zudem frage ich mich immer: „Was soll ich denn dagegen tun?“
Natürlich kann nicht jeder ein Umweltaktivist werden, der Proteste organisiert oder so wie die mutigen Männer aus „Sharkwater“ sich ein Boot nehmen und die illegalen Fischer verfolgen. Aber jeder kann einen kleinen Teil dazu beitragen, auch wenn es so scheint als würde es nichts nützen.
Paul Watson, der Gründer der Sea Shepherd Conservation Society, der auch in der Doku viel zu sehen ist, sagt in einer Aufnahme:
We're now in the midst of a 3rd World War, but this time the enemy is ourselves, and the objective is to save the planet FROM ourselves. There's no hope for masses of humanity to do anything — they never have, they never will. All social change comes from the passion and intervention of individuals or small groups of individuals. Slavery wasn't ended by any government or any institution. Women got the right to vote not because of any government. The civil rights movement, the same thing. India with Mahatma Gandhi, South Africa with Nelson Mandela. Again, it's always individuals. You need those individuals with the passion and the energy to get involved. In fact, I don't know of any government or any institutions that are doing anything to solve any of these problems. All over the world, all I am seeing is individuals and non-government organizations that are passionately involved in protecting ecosystems and species, and that's where I see some optimism. That's where I see results are happening.“
Und damit hat er Recht. Wir sollten kämpfen. Jeder so viel er kann. Und wenn wir es nicht für uns tun oder für die Haie, dann vielleicht für die eigenen Kinder, Enkelkinder und Ur - Enkelkinder. Damit auch sie in ihrem Leben Haie in freier Wildbahn und nicht nur in einem alten Film sehen können. Oder andere Tiere und Landschaften der Natur kennenlernen und vor allem lieben lernen können. Denn das, was wir zerstören, wird nicht wiederkehren.
Dazu noch ein letztes Zitat aus dem Film:
Die künftigen Generationen werden auf uns zurückblicken und uns für Barbaren halten. Auf die selbe Art wie wir an Sklavenhalter denken. Sie werden uns zurecht für Barbaren halten für das was wir tun. Das wir alle fossilen Brennstoffe innerhalb von wenigen Generationen verschwenden, das wir die Ozeane ausrotten,das unseretwegen ganze Spezies ausgestorben sind. Und das Schlimmste ist: Wir wissen was wir tun. Und die Wissenschaftler wissen es, die Umweltschützer, die Unternehmen und die breite Öffentlichkeit weiß es. Und doch gestatten wir es uns selbst, es zu tun.“ (Rex Weyler, Founder Greenpeace International)

Ich hoffe ihr schaut euch diese Dokumentation mal an, denn sie ist wirklich keine verschwendete Zeit. Ganz im Gegenteil.



Oder schaut hier mal vorbei:

https://www.sharksavers.org/

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