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Mittwoch, 29. Oktober 2014

"Whale watching."

Rettung oder Bedrohung für Wale?

Vor einiger Zeit war es ganz normal Walfang zu betreiben und damit jährlich bis zu 4 Millionen US - Dollar zu verdienen. Jedoch hat sich bereits um 1955 eine neue Methode entwickelt mit Walen Geld zu verdienen, ohne sie dafür töten zu müssen. Diese Alternative nennt sich "Whale watching" und gehört zum Tourismus. Im Klartext: Menschen bezahlen dafür mit Booten aufs Meer zu fahren um dort Wale in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Klingt nicht nur gut, sondern bietet auch eine Einnahmequelle von bis zu 24,2 Millionen US - Dollar im Jahr. 
Seit 1986 hat die Walfangkommission die offiziellen Fangquoten für alle Walarten in allen Gebieten auf null gesetzt. Das bedeutet indirekt ein Verbot des Walfangs mit einigen Ausnahmen. Diese Fangquoten gelten bis heute. Deshalb gibt es immer mehr Leute, die ihr Geld mit dem "Whale watching" verdienen wollen. Grundsätzlich ist dies natürlich um einiges besser, als der Walfang, da die Tiere nicht getötet werden. Dennoch kann es hier genauso zu einer Störung der Tiere kommen, bis hin zu Stresssituationen, in denen die Tiere sich an den Schiffssschrauben verletzen können oder andere Schäden davon tragen können.

Deshalb gibt es auch für "Whale watching" wichtige Regeln die man beachten sollte, wenn man diesen wundervollen Tieren begegnen möchte. Seriöse Unternehmen die "Whale watching" anbieten haben meist einen Biologen oder Meeresforscher mit an Bord. Dieser kann das Verhalten der Tiere einschätzen und in Stresssituationen zum Wohl der Tiere handeln. Außerdem muss auch ein erfahrener Kapitän das Schiff fahren, um Kollisionen zu vermeiden.
Dabei sollte sich das Boot nicht mehr als 100m an die Tiere annähern und laute Geräusche an Bord sollten ebenfalls vermieden werden, da Wale aufgrund ihres guten Gehörs daduch massiv gestört und verwirrt werden können. Ebenfalls sehr wichtig ist, dass das Boot nicht Walfamilien durchquert und dadurch die einzelnen Tiere voneinander entfernt. Der Beobachter sollte zudem die Tiere weder füttern, noch Müll ins Wasser werfen. Wenn all diese Richtlinien beachtet werden, spricht man von "schonendem Whale watching", da die Tiere so nur minimal durch den Menschen gestört werden. 

Dies ist dann also sowohl für die Menschen als auch die Tiere die super Alternative zu Walfang und nicht schonendem Whale watching. Wer nun unbedingt mal Wale in ihrem natürlichen Umfeld erleben möchte (was mit Sicherheit ein ganz besonderes und einmaliges Erlebnis ist) sollte sich vorher gut informieren mit welchen Anbietern er das machen möchte. 
So wäre zum Beispiel "firmm" eine sehr gute Wahl. "Foundation for information and research on marine mammals" (firmm) ist eine Stiftung die sich mit der Erforschung, dem Schutz und der Wissensweitergabe an Menschen zum Thema Meeresbewohner befasst. Innerhalb dieser "Umweltbildung" bieten sie Whale watching Touren an, bei denen man nicht nur Wale und Delfine beobachten kann, sondern gleichzeitig auch in bis zu 5 Sprachen viele Informationen zu den Tieren bekommt. In ihrem Flyer (siehe unten) geben firmm an, dass sie auf 98% der Fahrten Wale zu sehen bekommen und dass, im Fall das keine Wale gesehen wurden, man kostenlos an einer weiteren Fahrt teilnehmen kann.

Schlussendlich ist "Whale watching" eine tolle Art und Weise den Menschen zu zeigen wie wertvoll und schützenswert diese "sanften Riesen" und Delfine sind. Ich denke solch ein Erlebnis vergisst man niemals und ist eine Reise durchaus wert. Doch wenn, dann nur mit schonendem "Whale watching", denn eine Hetzjagd mit Paparazzis, die mit Booten den Walen unangenehm nahe kommen ist weder für Mensch, noch für Tier ein tolles Erlebnis. 



Info Flyer als Pdf zu finden: http://www.firmm.org/de/whale-watching

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