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Samstag, 28. Februar 2015

Etepetete e.V. - Die Gemüseretter

"Warum ist die Banane krumm? - Wenn die Banane gerade wär', dann wär's keine Banane mehr."

http://www.etepetete-bio.de
Das denkt sich leider auch die Politik, denn ca. 40% der Ernte wird in den Müll geworfen, da das Gemüse nicht der "Norm" entspricht. Doch ein Glück gibt es drei junge Männer die etwas dagegen tun wollen!

Carsten, Georg und Chris haben die Organisation "Etepetete e.V." gegründet und wollen bald in großem Ausmaß Gemüse vor dem Abfalleimer retten. Ihr Leitspruch "Wer is(s)t schon gern normal?" gibt bereits den Kern der Mission klar wieder.

Etepetete e.V. kooperiert mit regionalen Bio - Bauern um das "falsch gewachsene" Gemüse zu retten und weiter zu verwerten. Auf der Homepage kündigen sie an, dass es in naher Zukunft ihre Produkte auch in Bio - Supermärkten geben soll und dass man sogar eine "Gemüseretter Box" direkt nach Hause geschickt bekommen kann. So spart man sich den Einkauf, etwas Geld und kann zudem auch noch mit gutem Gewissen etwas "Schräges" essen. 

Um dieses Projekt groß aufleben zu lassen, versucht Etepetete e.V. im Moment über Crowdfunding an etwas Geld zu kommen und ich bin der Meinung, dass dieses Projekt eins der wenigen ist, dass wirklich tiefes Potenzial hat und für alle ein Schritt in die Nachhaltigkeit bieten kann. 

Die Aktion läuft noch 30 Tage und bisher sind (nur) 8% von der gewünschten Summe durch Spenden finanziert worden. Also Leute, Portemonnaie ein kleines bisschen auf und eine tolle Idee finanzieren!


Crowdfunding Homepage:  https://www.startnext.com/etepetete
Website Etepetete e.V.: http://www.etepetete-bio.de/

Dienstag, 24. Februar 2015

"Rank a brand"

Letztes Wochenende war ich shoppen, dabei unterhielten meine Freundin und ich uns darüber ob wir wirklich zu H&M oder Primark gehen sollten, wenn man an die Produktionsumstände, Umwelt und Menschen denkt.

Als ich nach einer erfolgreichen Shoppingtour dann zuhause war interessierte es mich, ob wir denn wirklich so große Sünder gewesen sind, als wir uns neue Oberteile bei H&M gekauft hatten. Nach einigen Minuten stieß ich auf die Seite "rank a brand".  Auf der Homepage beschreiben sie ihre Arbeit so:

"Rank a Brand untersucht Markenhersteller auf ihre Transparenz zur Nachhaltigkeit um herauszufinden, wie verantwortungsvoll diese mit natürlichen, endlichen Ressourcen umgehen. Im Sinne der Nachhaltigkeit wollen wir wissen, wie klima- und umweltfreundlich Markenprodukte hergestellt werden. Ebenso untersuchen wir inwiefern sozialen Missständen, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern, während des Handels und der Produktion entgegengewirkt wird."

Um die einzelnen Markenhersteller zu bewerten hat "rank a brand" einen Fragenkatalog entwickelt, dessen Fokus auf ökologischen und sozialen Aspekten liegt. Mit Hilfe dieses Katalogs wird dann die öffentliche Nachhaltigkeitsberichterstattung des jeweiligen Herstellers analysiert. Die Bewertung erfolgt dann dadurch wie viele und glaubwürdige Informationen es gibt. Anschließend wird der Hersteller in fünf Kategorien (A (das Beste) ,B,C,D,E (das schlechteste)) unterteilt.

Auf der Homepage kann man dann eine Marke suchen und bekommt dann einen kleinen Überblick darüber in welche Kategorie der Hersteller ist und welche Aspekte positiv und welche negativ bewertet wurden. Zudem kann man nicht nur Kleidungshersteller, sondern auch viele andere Hersteller in anderen Bereichen anschauen und vergleichen!

Und genau das habe ich zur Probe mal mit fünf Kleidungsherstellern gemacht, teure und günstige: H&M, Primark, Esprit, Mango und Greenality.

Auf Platz eins ist bei diesem Vergleich Greenality mit der Bewertung A.
http://rankabrand.de/casual/Greenality

Auf Platz zwei ist (Überraschung!) H&M mit der Bewertung C.
http://rankabrand.de/modehauser-discounter/H%26M

Den dritten Platz teilen sich sehr im Preis unterschiedliche Hersteller Primark und Esprit mit der Bewertung D.
http://rankabrand.de/modehauser-discounter/Primark
http://rankabrand.de/modehauser-discounter/Esprit

Und der letzte Platz geht auch an eine recht teure Marke: Mango. Mit der Bewertung E.
http://rankabrand.de/modehauser-discounter/Mango


Wie man aus diesem Vergleich sehen kann, sagt der Preis wirklich gar nichts darüber aus wie nachhaltig Kleidung produziert wurde. Ich finde "rank a brand" eine tolle Sache, denn so hat der Verbraucher doch noch eine kleine Chance einen Überblick über "gut" und "böse" zu bekommen.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Dian Fossey - Ein Leben für Gorillas

Auf der Welt gibt es viele Menschen, die Tier- und Naturschutz als ihre Berufung ansehen und ihr Leben der Natur oder einer speziellen Tierart widmen. Auch Dian Fossey war so eine Person. 

myhero.com- Dian und die Affen Waisenkinder
Sie ist 1932 in San Franzisco geboren und merkte schon früh, dass sie sich besonders für die Tierwelt interessierte. Deshalb fing sie 1950 ein Studium zur Tiermedizin an, was sie jedoch abbrach und eine Ausbildung zur Ergotherapeutin machte. Dennoch hegte sie immer den Wunsch einmal nach Afrika zu reisen um dort die Natur und vor allem die vielfältige Tierwelt zu erkunden. Auch wenn sie sich für diesen Traum verschulden musste, trat Dian diese Reise im Jahr 1963 an.

In diesem sechswöchigen Urlaub lernte sie Dr. Louis Leakey, einen bekannten Anthropologen kennen. Dieser ist von ihr sehr angetan und schlägt ihr vor ein Gorilla Forschungsprojekt zu leiten. Diese Chance lies sie sich natürlich nicht entgehen. Erst in Zaire und kurze Zeit später in Ruanda in den Virungabergen hat sie sich ein Forschungslager aufgebaut. Dabei unterstützte sie fast drei Jahre lang Bob Campbell, ein erfahrener Fotograf und Naturfilmer, indem er sie im Umgang mit den Gorillas filmte. Im Zuge dieser Arbeit kamen nicht nur Bob und Dian sich näher, sondern auch die Beziehung zu den Gorillas wurde immer tiefgründiger. Im Jahr 1969, als Bob zu Dian ins Camp kam, kümmerte sie sich gerade um zwei Berggorilla Waisenkinder. Diese sollten nach Deutschland in einen Zoo exportiert werden. Indem Dian sich um sie kümmerte wollte sie sich Zeit schaffen um die Verantwortlichen davon zu überzeugen, die Tiere nicht nach Deutschland zu bringen. Doch leider vergebens.

Dies war ein harter Schlag für Dian, denn die Tiere hatten sich ihr gegenüber geöffnet, sie hatten ihr vollkommenes Vertrauen. Um diesen Verlust zu verarbeiten stürzte Dian sich mit Bob in die Arbeit. Sie näherten sich den Gorillas immer mehr und es entstand eine ganz besondere Nähe zwischen ihnen. Besonders ein Gorilla hatte das Herz von Bob und Dian gewonnen. Sie nannten ihn Digit. Er war besonders zutraulich und genügsam. 

thegalleryofheroes.com - Dian und Digit
Nebenbei wurde die Wilderei in den Virungabergen immer mehr zum Problem. Dagegen versuchte Dian sich zu wehren, indem sie versuchte den Wilderern Angst einzujagen. Doch leider konnte sie die Wilderer nicht aufhalten und 1978 muss auch Digit durch die Hand eines Wilderers Sterben. Nach diesem Verlust gründete Dian Fossey die "Digit Stiftung" mit deren finanziellen Einnahmen sie für Wächter in den Bergen sorgt, die die Wilderer aufhalten sollen.

Am 27.12.1985 wird Dian Fossey tot in ihrer Hütte im Forschungscamp entdeckt, sie wurde ermordet. Warum und wer das getan ist, ist bis heute ungeklärt. Es wird vermutet, dass es einer der Wilderer war, denen sie das Leben schwer gemacht hatte.

Dian Fossey hat nicht nur für die Wissenschaft viel erreicht, sie hat auch gezeigt was für wundervolle und schützenswerte Lebewesen Gorillas sind. Ihr letzter Wunsch war es auf dem Gorilla Friedhof beigesetzt zu werden. Die "Digit Stiftung" wurde nach ihrem Tod in die "Dian Fossey Gorilla Fund International" unbenannt, die versucht die begonnene Arbeit von Dian, den Schutz der Berggorillas fortzusetzen.



Wenn ihr selbst die tollen Aufnahmen von Dian Fossey während ihrer Arbeit sehen wollt, empfehle ich euch diese Doku:
Doku: Dian Fossey - Ein Leben für Gorillas (Dokumonster)

Dian Fossey schrieb das Buch "Gorillas in the Mist", dass 1988 verfilmt wurde mit Sigourney Weaver in der Hauptrolle.

Freitag, 6. Februar 2015

Winter Wonderland - für Mensch und Natur.

Der Winter hat uns eindeutig doch noch gepackt und bei Kälte, Schnee und Eis möchte man neben dem lästigen Auto kratzen und Schnee fegen doch am liebsten den ganzen Tag im Warmen verbringen. Und damit diese 3 Dinge nicht der Umwelt zu schaden kommen hier ein paar Aspekte die ihr beachten solltet:

1.) Auto kratzen
Schrecklich! Wohl mit das Schlimmste am Winter, aber da muss man leider durch. Damit es schneller geht benutzen jedoch viele (ich bisher auch) Scheibenenteiser. Damit geht es zwar Ruckzuck, jedoch ist er für die Umwelt schädlich. Das macht natürlich auch Sinn, denn er besteht gefühlt zu 100% aus Chemie. Diese Enteiser beinhalten nicht nur Alkohole und manchmal auch Glycerin, sondern auch Treibgas. Natürlich nicht in Massen, aber je mehr Menschen Enteiser benutzen, desto mehr häufen sich auch diese Treibgase die langfristig auch einen Teil zum Abbau des Ozons beitragen. Außerdem sind Enteiser auch nicht immer das ideale Wundermittel. Oft hinterlassen sie Schmierfilme oder kommen gegen dickes Eis gar nicht erst an. Deshalb empfehle ich, für eure nerven und die Umwelt Thermo Abdeckungen für die Windschutzscheibe. Diese "Decken" sind bereits für 5-15€ im Einzelhandel zu bekommen, halten sehr lange und wirken sehr gut.

2.) Schnee fegen
Beziehungsweise jegliche Art den Schnee vor der Haustür loszuwerden. Einfaches Fegen ist hier wohl die umweltfreundlichste, aber auch anstrengendste Alternative. Viele greifen hier lieber zu Streusalz. Doch auch das ist nicht besonders freundlich zu unserer Natur. Das Salz gelangt in den Boden und sorgt oft dafür dass Pflanzen nachhaltig austrocknen, sogar noch im Frühling bei hohen Niederschlagsraten kann der Effekt des Streusalzes noch nachwirken und das schöne grün werden der Bäume und Pflanzen bleibt aus. Außerdem entzünden sich auch viele Tiere ihre Pfoten an dem Salz, denn es reizt die Haut sehr stark. Doch auch hier gibt es eine gute Alternative. Die Organisation NABU empfiehlt Privathaushalten salzfreie, abstumpfende Streumittel wie Split, Salz, Granulat oder Kies. Um auch wirklich das Richtige zu kaufen sollte man dabei auf das Zertifikat des blauen Engels achten, das diejenigen Streuprodukte auszeichnet die salzfrei sind und den Bestimmungen des Siegels gerecht werden.

3.) Tee trinken im Warmen
Wohl die Schönste Facette des Winters, doch auch hier habe ich zwei kleine Tipps für euch um Energie zu sparen. Als Erstes sollte man, sobald es draußen dämmert bzw. dunkel ist alle Rollläden komplett schließen. Das dient als zusätzliche Isolierung und hilft die Wärme im Haus besser zu speichern. Zweitens: Im Wasserkocher nur die Mindestmenge oder die Menge Wasser heiß machen die ihr für euren Tee o.Ä. braucht. Das geht nicht nur schneller, sondern spart auch die Energie die verbraucht wird um das überflüssige, nicht gebrauchte Wasser aufzukochen, nur damit es danach wieder abkühlt.