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Donnerstag, 15. Dezember 2016

Zahnpasta im Ökotest

Hallo! Habt ihr euch schon einmal Gedanken über die Nachhaltigkeit von Zahnpasta gemacht? Ich auch nicht, bis vor ein paar Tagen. Ich hatte schon längere Zeit Probleme mit einer starken Empfindlichkeit bei süßem Essen wie Schokolade oder Honig, weshalb ich mir bewusst eine Zahnpasta gegen diese Symptome gekauft habe: Sensodyne. Die hat mir allerdings kaum geholfen, aber da ich weder Zeit und Lust hatte mich weiter damit zu beschäftigen bin ich zunächst dabei geblieben. 
Vor einigen Tagen allerdings bin ich durch Zufall, weil meine Zahnpasta leer war und ich auf eine andere vorhandene im Bad zurückgreifen musste, auf die Odol-Med-3 Original Zahnpasta gestoßen und innerhalb von drei Tagen habe ich einen riesigen Unterschied gemerkt was meine Empfindlichkeit gegenüber Zucker anging. Ich kann jetzt endlich wieder Schokolade genießen! 

Aber in dem Moment, als ich darüber nachgedacht habe, dass ich euch gerne von diesem tollen Erlebnis erzählen möchte ist mir eine weitere Frage in den Sinn gekommen: Kann Zahnpasta nachhaltig sein? Und wenn ja, wie fällt das Ergebnis für meine neue Lieblingszahnpasta wohl aus? Das habe ich natürlich erstmal recherchiert und bin auf folgende Infos gestoßen: Öko Test hat tatsächlich mal Zahnpasten auf ihre Nachhaltigkeit getestet. Insgesamt wurden 38 Zahnpasten getestet, wovon sogar ganz 19 die Note "sehr gut" erhielten, wie unter anderem die Alterra Zahncreme Bio-Minze. Die Kriterien für den Test waren unter anderem gesundheitsgefährdende Stoffe wie Fluorid oder Natriumlaurylsulfat, Parabene oder PEG/PEG-Derivaten. Aber auch der Zusatz von Zink wurde abgewertet, wenn auf dem Produkt nicht gekennzeichnet war, dass es nicht für Kinder geeignet ist und überflüssige Umkartons bemängelte Öko-Test ebenfalls mit einer Note Abzug.
Leider hat meine neue Lieblingszahnpasta nicht besonders gut abgeschnitten. Im Gegenteil, gemeinsam mit sechs anderen Pasten ist sie mit "ungenügend" durchgefallen, weil sie sowohl Fluorid enthält, als auch andere der oben genannten Schadstoffe enthält. Dafür hat sie keinen unnötigen Umkarton, doch das rettet sie leider für diesen Test nicht. Die besten Bio Zahnpasten nach Ökotest sind unter anderem die Weleda Zahncreme (Platz 1), SANTE Dental med Zahncreme, alviana Zahncreme, lavera Zahncreme, Apeiron Kräuter-Zahcreme und die Dr. Hauschka Zahncreme. Wobei hier zu sagen ist, dass einige von diesen Pasten ebenfalls Fluorid enthalten. Bei diesem Stoff scheiden sich nämlich die Geister. Einerseits kann er nicht als "gesund" bezeichnet werden, andererseits gibt es für ihn noch keinen gleichwertigen Ansatz, der so gut vor Karies und Empfindlichkeit an Zähnen vorbeugen kann. Außerdem ist die Menge entscheidend. Damit Fluorid wirklich negative Auswirkungen auf einen Körper hat müsste man schon mehr als eine ganz Tube am Tag von der Zahnpasta zu sich nehmen. 

Abschließend muss ich zugeben, dass auch wenn meine neue Zahnpasta durchgefallen ist, ich sie dennoch weiter verwenden werde, da sie mir einfach sehr gut hilft. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass ich bei gegebener Zeit mal eine von den sehr gut bewerteten Bio Zahnpasten ausprobieren werde. 
Vielleicht seit ihr ja sowieso auf der Suche nach einer neuen Zahnpasta und wollt euch bewusst auf das Kriterium der Nachhaltigkeit konzentrieren. Oder vielleicht wollt ihr auch mal schauen wie eure Zahnpasta so abgeschnitten hat.
Dann schaut doch einfach mal bei Öko Test vorbei unter:

Dienstag, 6. Dezember 2016

Let's work together - Social Impact Labs

goodimpact.org
In den letzten Wochen und Monaten habe ich innerhalb eines Praktikums festgestellt, dass der Klimawandel und die ganzen gesellschaftlichen Herausforderungen die es in der Gegenwart gibt und in Zukunft vermehrt geben wird, vielleicht doch nicht unser Ende bedeuten müssen. Denn schaut man mal genauer hin, gibt es viele Menschen die richtig coole Ideen haben, mit denen sie nicht nur Geld verdienen können, sondern auch aktiv die Zukunft positiv beeinflussen könnten. Doch selbst mit einer guten Idee, ist die Umsetzung nicht garantiert. Der Weg in die Selbstständigkeit und in den Markt ist alles andere als einfach und gerade deshalb benötigt es viel Unterstützung und Zusammenarbeit um Visionen wie eine Klima-neutrale Gesellschaft, Artenvielfalt oder soziale Gerechtigkeit zu erreichen.

Ein Konzept, welches genau an diesem Punkt ansetzt, ist das der "Social Impact Labs". Diese werden von dem Unternehmen "Social Impact" geführt und bieten Gründern einen Raum, indem effizientes Co-Working ermöglicht wird, ein starkes Netzwerk aufgebaut werden kann, Events für Gründer stattfinden und eine gezielte Beratung in Anspruch genommen werden kann. Diese Labs gibt es bereits in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Leipzig, Duisburg und Potsdam. 
Wenn man nun also eine sozial-innovative Idee hat und mit dem Unternehmen noch nicht am Markt gestartet ist oder ein kreatives und unternehmerisches Talent hat, welches ausgebaut werden kann, der kann sich über die Internetplattform im Lab seiner Wahl für verschiedene Programme bewerben, die auf der Homepage von Social Impact einzusehen sind. Es gibt zum Teil auch Stipendien für einige Programme, welche man ergattern kann.Wie beispielsweise das Projekt "Ankommer.-Perspektive Deutschland". Im Vordergrund dieses Projektes steht die Integration von geflüchteten Menschen durch die Entwicklung und Implementierung von neuen Modellen und Strategien. Im Rahmen eines achtmonatigen Stipendiums können dann die ausgewählten Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein umfassendes Qualifizierungsprogramm in den Social Impact Labs durchlaufen.
Es gibt viele verschiedene, coole Projekte in den Social Impact Labs und ein Blick auf die Homepage lohnt sich auf jeden Fall! 

Ich finde dieses Konzept super spannend und vor allem sehr wichtig für die Zukunft. Denn wenn wir gemeinsam an den guten Ideen unserer Mitmenschen arbeiten, könnten wir irgendwann wirklich in einer Welt leben, in der es sowohl sozialen, als auch ökologischen Mehrwert in verschiedenen Bereichen des Marktes geben kann. 

Infos:

Sonntag, 13. November 2016

Before the Flood - #sonntagistdokutag #dokulove

Before the Flood Review
"Das erinnert mich an Mordor ... die Stadt aus Herr der Ringe..." (Leonardo DiCaprio in "Before the Flood")
Es ist Sonntag und das bedeutet: Sofa-Zeit! Und genau dafür möchte ich euch heute einen kleinen Filmtipp geben. Einige haben bestimmt schon von "Before the Flood" gehört. 
In dieser Dokumentation geht es wie so oft um den Klimawandel, jedoch erzählt eine ganz besondere und vor allem bekannte Person ihre Sicht auf die Dinge: Leonardo DiCaprio. Bekannt geworden ist er als Schauspieler in Filmen wie Titanic oder Inception (-> kann ich nur empfehlen!), doch seit einigen Jahrzehnten ist er auch besonders engagiert im Bereich Umweltschutz, gründete im Zuge dessen 1998 die "Leonardo DiCaprio Foundation" und wurde 2014 zum UN Friedensbotschafter und hielt die Auftakt Rede zum UN-Klimagipfel in New York. 

Ich habe die Dokumentation vor ein paar Tagen bei Youtube geschaut und sie hat mich positiv überrascht. Als eine Person, die sich viel mit diesem Thema auseinandersetzt, war es zwar für mich keine Offenbarung was Daten und Fakten anging, denn die meisten Dinge sind nicht neu, doch die Perspektive DiCaprios mit Bezug auf Politik, Gesellschaft und Wissenschaft fand ich sehr interessant. Er führt innerhalb der Dokumentation sehr viele spannende Interviews, sowohl mit "kleinen" Persönlichkeiten, die nicht jeder kennt, als auch mit einem der einflussreichsten Männer der Welt: Barack Obama. Aus diesem Grund ist diese Doku perfekt für einen gemütlichen Sofa-Sonntag mit Gehalt. Sie nimmt den Zuschauer mit auf einen zwar bekannten Weg, mit Höhen und Tiefen, sie lässt ihn dabei jedoch die Aspekte auf bestimmte Art und Weise betrachten und verknüpft dieses große Thema mit individuellen Personen und Geschichten. Leichte Kost mit tiefer Botschaft und wechselhaften Emotionen - so würde ich diese Dokumentation beschreiben. 

Sonntag, 23. Oktober 2016

Meine Favoriten Crowdfunding Projekte bei Startnext - Social Business

Crowdfunding Projekte Startnext
Nachdem ich euch in den letzten Wochen einige soziale Unternehmen vorgestellt habe, möchte ich euch heute meine Favoriten-Projekte bei der Crowdfunding Plattform "Startnext" vorstellen!
Crowdfunding ist eine Form der Finanzierung ("funding") durch eine Menge ("crowd") von Internetnutzern. Diese wird meistens durch Plattformen im Internet koordiniert wie z.B. Startnext oder Kickstarter. 

Eigentlich hatte ich mir überlegt euch meine Top 3 von beiden Plattformen gemeinsam vorzustellen. Da ich allerdings bereits auf der ersten Seite mich nicht zwischen drei Projekten entscheiden konnte, stelle ich euch nun drei Projekte pro Plattform vor, die ich persönlich sehr cool finde. Diese Projekte sind in der Kategorie "Social Business" einzuordnen. Ich habe bewusst nur eine Kategorie ausgewählt, da es sonst unmöglich gewesen wäre nur drei Projekte auszuwählen und vermutlich hätte ich dann einen Post mit 100 Projekten verfasst! Aber vielleicht folgen noch Posts zu anderen Kategorien ;) 


Crowdfunding Projekte Startnext
www.startnext.com
Ich beginne heute also mit der Plattform Startnext. Diese gibt es seit 2010 und war die erste deutsche Crowdfunding Plattform. Ziel bei der Gründung war es "Künstlern, Kreativen, Erfindern, Social Entrepreneurs und Machern die Möglichkeit [zu geben], ihre Ideen und Projekte vorzustellen, mit der Unterstützung von vielen Menschen zu finanzieren und eine Community aufzubauen."

Nun kommen wir zu meinen Favoriten in der Kategorie "Social Business":

1.) "Heartbeat Honey - Bee part of the hive!"

Dieses Projekt möchte mit der finanziellen Unterstützung den Menschen in Uganda eine nachhaltige Alternative zum Goldabbau bieten. Viele Menschen und vor allem auch Kinder arbeiten in den Goldmienen unter erschreckenden Bedingungen und müssen täglich mit giftigen Chemikalien wie Quecksilber hantieren. Doch ohne diese Arbeit können die Menschen nicht überleben, daher möchte das Team von Heartbeat Honey die Einkommensalternative durch das Imken schaffen. Mit einem Fundingziel von 15.000€, welches leider bisher noch in weiter Ferne liegt, möchten sie 80 Imker-Ausbildungen finanzieren und damit den Menschen einen Weg in ein besseres, gesünderes und nachhaltigeres Leben ermöglichen.
Ich finde diese Idee echt super, vor allem weil die Menschen dort selbst dieses Projekt mitgestaltet haben und wirklich aus dem Goldabbau heraus wollen und müssen!
Jede Spende fließt direkt in das Projekt... also BEE PART OF THE HIVE!

-> https://www.startnext.com/heartbeathoney

2.) 20squares - Das Instagram Fotobuch

Ich persönlich bin ein echter Fan von Fotos und jedes Jahr erstelle ich mir ein echtes Fotobuch, was in mein Regal kommt, indem ich alle Bilder mithilfe einer Software einarbeite und anschließend drucken kann. Dennoch bin ich aber auch ein echter Fan von der App Instagram und dieses tolle Projekt möchte diese beiden Dinge vereinen. Mit einer bedienungsfreundlichen App kann man im Handumdrehen die eigenen und die Bilder seiner Freunde von Instagram zu einem Fotobuch hinzufügen, welches dann zu dir gesendet wird. Dabei ist das Buch selbst sehr schlicht gehalten, kann aber mit Farben und Hashtags individuell gestaltet werden. Das soziale an diesem Projekt ist, dass ein Teil der Einnahmen an ausgewählte Projekte gespendet wird.
Eine coole Idee die uns etwas den "Retro-Stil" in unsere digitale Welt zurückbringt und dabei auch noch Gutes tut! Ich finde diese Bücher sind eine coole Idee und bieten auch eine coole Geschenkidee, vor allem für alle "Instagram-Suchtis". Bis zum 30.10.2016 läuft dieses Projekt noch und es wird noch einiges an Geld gebraucht...

-> https://www.startnext.com/20squares

3.) goood

Telefonieren und dabei Gutes tun? Eine klassische Social Business Idee bietet das Projekt "Goood". Dies beinhaltet einen Mobilfunkanbieter, welcher einen Teil seiner Erlöse in soziale Projekte investiert, die der Nutzer selbst aussuchen kann.
Mit diesem Projekt möchte "goood" das klassische Geschäftsmodell im Mobilfunk revolutionieren und verträglich gestalten und das finde ich eine gute Idee. Heute hat wirklich fast jeder ein Handy und die Vorstellung, dass das Nutzen dieses, ohne zusätzliche Kosten. gleichzeitig etwas Gutes tut, finde ich sehr cool! Also wer seine "Handy-Sucht" Nutzen möchte, sollte hier mal vorbeischauen:

-> https://www.startnext.com/goood



Ich hoffe euch hat dieser Post gefallen und ihr schaut euch vielleicht mal auf Startnext um, egal ob diese oder andere coole Projekte, da lohnt es sich wirklich zu investieren.

Montag, 10. Oktober 2016

Soziales Unternehmen (6) - Die Hilfswerft gGmbH

Die Hilfswerft gGmbH - Soziales Unternehmertum
www.hilfswerft.de
Heute möchte ich euch die Hilfswerft gGmbH vorstellen.

Meine ersten Erfahrungen mit diesem Unternehmen habe ich bei einem Social Entrepreneurship Camp an der Universität Bremen im April diesen Jahres gemacht. Bei diesen Camps, organisiert von der Hilfswerft, gibt es verschiedene Vorträge von interessanten Speakern, wie beispielsweise von Timm Duffner von Ben&Jerrys oder Jakob Berndt von Lemonaid. Diese Speaker geben den Studierenden Input zum Thema Social Entrepreneurship, sodass diese sich in Form von Gruppenarbeiten eigene Konzepte für Soziale Unternehmen ausdenken können. Ich war sehr begeistert von der Vielseitigkeit der Vorträge und beeindruckt von der Bodenständigkeit der Speaker!

Doch die Hilfswerft macht auch noch andere Dinge: Mit Sitz in Bremen versuchen sie das Thema Social Entrepreneurship in Deutschland weiter zu etablieren und zu fördern. Dazu gibt es sogenannte Social Business Angels die im Rahmen eines Programmes ihr bestehendes Wissen sinn stiftend einsetzen können, indem sie ein Berater-Netzwerk bilden, welches Social Entrepreneurs und Projektteams beraten und Vorträge und Workshops geben.

Außerdem kann man bei der Hilfswerft seine eigenen Projekte im Bereich Social Entrepreneurship einreichen und gegebenenfalls gemeinsam daran weiterarbeiten. Eine solche Zusammenarbeit hat beispielsweise schon mit Einhorn Condoms oder HLO - Humanitäre Logistik stattgefunden.

Die Hilfswerft ist davon überzeugt, dass man soziale Herausforderungen durch soziales Unternehmertum lösen kann und da stimme ich den drei Gesellschaftern vollkommen zu!

Das Social Entrepreneurship Camp, an dem ich teilgenommen habe, hat mir wirklich wertvollen Input geliefert und es war super mal "echte" soziale Unternehmen kennen zu lernen und deren Erfahrungen und Meinungen zu hören. Also falls ein solches Camp an eurer Uni angeboten wird, kann ich es nur empfehlen! Und wer ein Social Entrepreneurship Camp an seiner Uni initiieren will, der kann sich ja einfach mal mit der Hilfswerft gGmbH in Verbindung setzen.

Weitere Informationen:
www.hilfswerft.de
https://www.facebook.com/hilfswerft/
https://twitter.com/Hilfswerft

Dienstag, 4. Oktober 2016

Soziales Unternehmen (5) - Coffee Circle

www.coffeecircle.com

[Kategorie: Lebensmittel & Getränke]

"Kaffee ist nicht nur Dein täglicher Begleiter, sondern die Lebensgrundlage hunterttausender Menschen in Äthiopien."
(http://www.coffeecircle.com/entwicklungsprojekte/#unser-versprechen)

Das nächste soziale Unternehmen, dass ich euch vorstellen möchte ist Coffee Circle. Dies ist ein Online-Shop für fairen und nachhaltigen Kaffee und Zubehör.
Die Plattform ist sehr vielseitig aufgebaut und neben dem Verkauf gibt es eine Unterseite rund um das Thema "Kaffeewissen" und auch einen Blog der Firma. Außerdem werden auf der Homepage auch die Projekte vorgestellt, die von Coffee Circle unterstützt werden. Das Unternehmen zeigt die großen Herausforderungen wie ausreichende Bildung, Sauberes Trinkwasser, Strom für Gesundheitsstationen und Training zum Kaffeeanbau in Äthiopien auf und setzt sich mit den Projekten in diesen Bereichen ein. Dabei setzen sie auf grundlegende Werte wie Transparenz, Ehrlichkeit und Respekt gegenüber ihren Partnern und den Personen denen sie helfen möchten.

Doch nun zum Kaffee: Da ich selbst kein Kaffee-Trinker bin, habe ich Jemanden aus meiner Familie gebeten den Kaffee von Coffee Circle für mich zu testen. Der sagte zwar er mag "gerne Kaffee und Espresso [trinken] [...] hat aber im Prinzip keine Ahnung von den verschiedenen Aromen, die ein Kaffee so haben kann". Aber genau das machte ihn für mich zum richtigen Kandidaten, denn somit ist er eben ein ganz authentischer Otto-Normal-Verbraucher von Kaffee. ;)

Da wir eine Maschine mit Kaffeekapseln zuhause haben, wurden natürlich auch die Kapseln von Coffee Circle bestellt. Die Sorten und noch weitere gibt es aber auch in anderen Kaffeearten.

In den Kategorien Preis, Verpackung, Anwendung und Geschmack hat der Tester folgendes Urteil abgegeben:

1. Der Preis ist sehr gut, dafür dass es sich um faire und nachhaltige Produkte handelt, können diese aber preislich locker bei konventionellen Herstellern mithalten. Das Willkommenspaket mit 40 Kapseln hat 14,99 € (zzgl. Versand bei unter 30€ Bestellwert) gekostet, also rund 37 Cent pro Kapsel, was durchaus preiswert ist.

www.coffeecircle.com
2. Die Verpackung ist wieder verschließbar und hat ein "nettes Verpackungsdesign" und eine schöne "farbliche Gestaltung". Ein weiterer Pluspunkt sammelt Coffee Circle durch die Menge der Verpackung. Es gibt keine extra Umhüllung für die Kapseln, was super ist. Das ist nachhaltig und wäre durch die wieder verschließbare Verpackung auch überflüssig. Außerdem ist die Verpackung aus Pappe, was einen weiteren Nachhaltigkeitspunkt bringt.

3. Die Anwendung bekommt auch ein positives Urteil: Die Form der Kapseln, passte problemlos in unsere Nespresso-Maschine. Die Kapseln haben sich weder verkantet noch haben sie nicht richtig funktioniert. Die Anwendung war also einwandfrei. Ein kleiner Minuspunkt gibt es jedoch für die Entsorgung der Kapseln. Leider war auf der Verpackung kein Hinweis darauf in welchen Müll man diese werfen kann, wodurch das "recyclen" erschwert wird.

4. "Über Geschmack kann man streiten - oder auch nicht. Ganz nach Geschmack." (Werner Mitsch (*1936), dt. Aphoristiker)
Der Tester war mit dem Geschmack der Kaffees und Espressi durchaus zufrieden. Die Sorte Limu fand er ab 150ml etwas dünn, Sidamo dagegen hatte einen etwas kräftigeren Geschmack. Die beiden Espresso Sorten Yirga Santos und Yirgacheffe haben sich auch vor allem in der Intensität des Geschmacks unterschieden, wobei Yirgacheffe etwas kräftiger war. Alle Kaffees und Espressi waren aber sehr cremig, was dem Tester gut geschmeckt hat.
Ihm gefiel der Geschmack, doch das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Alles in allem würde der Tester Coffee Circle jederzeit an Freunde und Familie weiter empfehlen!

Ich hoffe euch hat dieser Beitrag gefallen und alle Kaffee-Trinker unter euch werden eventuell selbst mal zum Tester von Coffee Circle, es lohnt sich auf jeden Fall ;)

P.S. Coffee Circle gehört auch zu den Partner-Shops vom Boost-Project:
https://www.boost-project.com/de/shops

Weitere Informationen zu Coffee Circle:

http://www.coffeecircle.com

Dienstag, 13. September 2016

Soziales Unternehmen (4) - Atmosfair


[Kategorie: Reisen]

(Repost: Atmosfair - nachdenken und klimabewusst reisen 2014)

Der nächste Urlaub ist schon gebucht und in den meisten Fällen geht es mit dem Flugzeug in ferne Länder. Auch wenn fast Jeder weiß, dass Fliegen einen besonders hohen CO2 Ausstoß hat, möchte man nur sehr ungern auf das weiträumige Reisen verzichten. Besonders in der heutigen globalisierten Welt, gehört das Entdecken anderer Länder einfach dazu. So heißt es in einem bekannten Werbespot auch "Reise dich interessant."
Soll man also nun auf das Reisen verzichten, um die Umwelt zu schützen? Nein, sagt atmosfair.

Atmosfair ist eine gemeinnützige GmbH aus Bonn, die 2005 gegründet wurde und mehrfach, sowohl national als auch international als bester Anbieter ihres Bereiches ausgezeichnet wurde.
Ihr Motto lautet "Vermeiden. Reduzieren. Kompensieren." Auf der Internetseite dieser Organisation kann man die Emissionen seines nächsten Flugs errechnen und diese dann kompensieren, indem man einen Betrag bezahlt, der an die Emissionen angepasst ist. Z.B.: Flug Bremen - München, Emissionen: 360 Kg CO2 macht dann 9,00€ für die Kompensierung. Dieses Geld nutzt Atmosfair dann für die Unterstützung von Klimaschutzprojekten in Entwicklungsländern. Das bedeutet, dass Atmosfair zwar nicht die Flüge und die damit entstehenden Emissionen verhindert, sondern an anderen Stellen diese Menge an CO2 einspart.

Ein Projekt von Atmosfair läuft in Rajasthan, einem Bundesstaat in Indien. Dieser gehört zu den ärmeren des Landes. Die Menschen leben hier vor allem von der Landwirtschaft. Allerdings lässt sich in diesem sehr heißen Gebiet fast nur Senf anbauen und ernten. Die dabei entstehenden Erntereste wurden verbrannt, da sie wertlos und unbrauchbar waren. Atmosfair hat nun ein Biomassekraftwerk in Tonk in Gang gesetzt, dass aus den Ernteresten Strom erzeugt. Dies sorgt nicht nur für eine Einsparung von 35.000 Tonnen CO2 im Jahr, sondern verhindert die Verbrennung der Reste und bringt zusätzlich den Kleinbauern mehr Geld. Denn diese bekommen für das Liefern ihrer Erntereste und dessen Gewicht direkt Geld bar auf die Hand.
Dieses Projekt hat mich persönlich sehr fasziniert, da es so scheint als wenn wirklich alle Parteien dabei gewinnen. Des Weiteren muss man sagen, dass die Internetseite und alle Projekte sehr transparent sind und die Organisation und ihre genannten Einsparungen durch verschiedene Institutionen regelmäßig überprüft und bestätigt werden.

Allerdings sollte man Atmosfair nicht einfach um seines Gewissens Willen zur Kompensierung nutzen. Wie es bereits in dem Logo des Unternehmens geschrieben steht, sollte man vor einer Reise nachdenken und verschiedene Wege in Betracht ziehen, denn oft ist man überrascht, wie einfach es ist einen Flug zu vermeiden. Zum Beispiel kommt man mit dem Zug innerhalb von 8 Stunden und mit nur einem Mal Umsteigen von Hamburg nach Paris. Außerdem kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass auch das Reisen innerhalb Deutschlands große Vorzüge hat. Wir haben viele tolle Orte in unserem Land, sowohl große, beeindruckende Städte, sowie ruhige, entspannende Landschaften, die genauso sehenswert sind wie in anderen Ländern. Also warum nicht einfach jedes zweite Jahr in Deutschland in Urlaub reisen und somit Flüge einsparen.

Natürlich gibt es Ziele die man nur mit dem Flugzeug gut erreichen kann, wie Australien oder die USA, die trotzdem viele Menschen sehen wollen. Und genau in diesen Fällen finde ich, dass Atmosfair eine gute Lösung ist um sich selber nicht einzuschränken, aber dennoch bewusst ein Stück wieder gut zu machen. Nicht nur für das eigene Gewissen, sondern auch wirklich für die Umwelt.


Weitere Informationen findet ihr auf der Internetseite: https://www.atmosfair.de

Donnerstag, 8. September 2016

Soziales Unternehmen (3) - Ergobag (Fond of Bags)

ergobag soziales unternehmen
www.ergobag.de/
[Kategorie: Textilien]

Wisst ihr noch, wir wir alle einmal mit einer Körpergröße von 1,20m und Schultaschen im Verhältnis so groß wie ein riesiger Seemannsbeutel durch die Grundschulen gerannt sind? Ich kann mich da noch sehr gut dran erinnern und wünschte ergobag hätte es damals schon gegeben.

Ergobag produziert seit 2010 ergonomische Schulrucksäcke, die nicht nur individuell veränderbar sind, sondern auch nachhaltig produziert werden. Dazu werden gewöhnliche PET-Flaschen genutzt. Diese Flaschen werden klein gestampft und zu kleinen Plastikschnipseln zerlegt. Anschließend werden diese gründlich gereinigt, wodurch ein Pulver entsteht, welches im nächsten Schritt geschmolzen und danach zu Polyesterfasern weiterverarbeitet wird. Mit Hilfe dieser Fasern werden dann Fäden gesponnen, aus denen wiederum der Stoff für die Rucksäcke gewonnen wird. Seit Anfang der Produktion wurden so schon ca. 31,3 Millionen PET Flaschen in ein neues Leben als Rucksack wiedergeboren. Mit dieser Herstellung wird nicht nur das Erdöl geschont, welches in der herkömmlichen Produktion von Rucksäcken benötigt wird, sondern auch die Umwelt wird durch die Weiterverarbeitung der nur sehr langsam vergehenden Plastikflaschen geschont.

fond of bags soziales unternehmen
www.fondofbags.com

Inzwischen ist aus ergobag die Firma FOND OF BAGS geworden. Hier sind noch verschiedene Marken wie z.B. Affenzahn oder Satch hinzugekommen. FOND OF BAGS stellt dabei ein Gütesiegel für Taschenliebhaber da und zeichnet sich besonders durch Qualität, Funktionalität, Design und verantwortungsvolle Herstellung aus. Dieses Unternehmen hat sich einige Ziele im Bereich CSR gesetzt. So möchten sie bis 2018 alle Nähereien, die sie beauftragen auf die Einhaltung des Verhaltenskodex überprüfen, eine 100% PTC freie Produktion umsetzen und die Lieferketten transparent machen.


Insgesamt bin ich wirklich begeistert von der Idee mit den PET Flaschen und finde es toll, dass FOND OF BAGS Verantwortung übernimmt und damit die Nachhaltigkeit in dieser Branche vorantreibt.

Mittwoch, 31. August 2016

Soziales Unternehmen (2) - Manomama


manomama.de
[Kategorie: Mode]

T-Shirts, Hosen, Schmuck und Accessoires - das lässt unser Herz höher schlagen. Vor allem wenn diese Produkte auch noch von einem sozialen Unternehmen hergestellt werden!

Manomama wurde von Sina Trinkwalder, frei nach ihrem Motto "Wir können die Welt nicht ändern, aber jeden Tag ein bisschen besser machen" gegründet und produziert "Saubere Kleidung". Nachdem die Gründerin viele Jahre lang eine Werbeagentur geleitet hat wurde ihr klar, dass sie etwas verändern möchte. Ihr Ziel war es von nun an Menschen zu helfen, welche aus verschiedensten Gründen erwerbslos sind. Egal ob aufgrund von körperlicher Einschränkung, Alter oder Migrationshintergründen - hier sollten alle eine Arbeit bekommen, die gut bezahlt wird und eine gute Work-Life-Balance garantiert.

Doch das ist nicht das einzige Besondere an diesem Unternehmen. Alle Produkte, werden nach höchsten Standards produziert. So werden alle verfügbaren Materialien regional bezogen und bei nicht regionaler Verfügbarkeit streng darauf geachtet wo sie herkommen. Als Grundlage dienen die Richtlinien von bekannten Siegeln wie GOTS oder IVN, aber Manomama geht noch einen Schritt weiter: in ihrer Kleidung werden keine Komponenten verarbeitet die auf Erdöl basieren, um das Recyclen der Produkte zu vereinfachen und somit die Umwelt zu schonen.

Neben dem Online-Shop gibt es seit 2013 den ersten Manomama Laden in Augsburg. Außerdem kann man auch zur Fabrik in Augsburg gehen und dort die Produkte erwerben. Des Weiteren bietet das Unternehmen einen besonderer Service, namens: "mobile Herzen". Diese Mitarbeiter kommen auf Anfrage von Kunden zu diesen nach Hause. Sie geben den Kunden unter anderem wichtige Tipps fürs energiesparende Waschen oder Beraten die Personen in "sauberen" Modefragen.

In den letzten Jahren wurde dieses soziale Unternehmen sowohl mit dem Barbara-Künkelin-Preis 2014, dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis, dem bayerischen Bürgerkulturpreis ausgezeichnet, als auch zum Myself Liebling 2013 ernannt.

Ich finde es super, dass es auch im Mode-Bereich so tolle Alternativen gibt. Und auch wenn der eine oder andere vielleicht über die Preise stolpert, sind diese meiner Meinung nach nicht nur mehr als gerechtfertigt, sondern auch im Vergleich noch sehr erschwinglich. Mein Lieblingsprodukt ist der Jute-Beutel mit der Aufschrift "weniger to go, mehr to stay", weil er für jeden erschwinglich ist, super aussieht und ein cooles Statement vertritt!

Weitere Infos&Shop:
http://www.manomama.de/




Mittwoch, 24. August 2016

Soziales Unternehmen (1) - einhorn condoms

Hallo ihr Lieben!

Da ich mich, wie ihr bestimmt schon bemerkt habt, im Moment vermehrt mit dem Thema soziales Unternehmertum beschäftige habe ich mir überlegt eine neue Reihe von Posts zu machen, so wie damals die Reihe "Mit kleinen Schritten in Richtung Nachhaltigkeit".

Um euch zu zeigen wie so ein Soziales Unternehmen überhaupt aussehen kann und wie vielseitig diese bereits auf dem deutschen Markt vertreten sind, möchte ich euch in den nächsten Wochen verschiedene Sozialunternehmen vorstellen. Jeweils eins stellvertretend für die Kategorien: Gesundheitswesen, Textilbranche, Lebensmittel & Getränke, Flüchtlingshilfe, Technik & Software, Erneuerbare Energien, Reisen & Mobilität, Bildung und Gesellschaft.

Ich hoffe ihr freut euch genauso wie ich auf diese Reihe und schaut ab und zu mal rein!



einhorn condoms
Quelle: http://einhorn.my
[Kategorie: Gesundheitswesen]

Das erste soziale Unternehmen, welches ich euch vorstellen möchte ist einhorn condoms. Die beiden Gründer Waldemar Zeiler und Philip Siefer hatten es satt, beim Kauf von Kondomen nicht zu wissen wo und vor allem wie diese produziert wurden. So beschlossen sie kurzer Hand ein eigenes Produkt auf den Markt zu bringen, das genau diese Bedingungen erfüllt und dann natürlich auch fair & vegan ist!

Einhorn condoms ist ein soziales Unternehmertum weil es a) ein faires und nachhaltiges Produkt anbietet, dessen Lieferkette sehr gut nachvollziehbar ist und b) 50 % ihrer Gewinne in soziale Projekte investiert. So unterstützen sie z.B. fairstainable Standards im Kautschukanbau (welcher für die Produktion von Kondomen grundlegend ist) oder Sexualaufklärung für Jugendliche.

Quelle: http://einhorn.my
Das Besondere an den Kondomen von einhorn condoms ist jedoch nicht nur die Eigenschaft vegan & fair zu sein, sondern auch die Verpackungen sind unverkennbar! Mithilfe von Designern wird die Verpackung der guten Stücke "sexy" gemacht und das gibt dem Ganzen, meiner Meinung nach, noch eine extra coole Note. Das Unternehmen wirkt sowohl durch diverse Fernsehauftritte (z.B. "Die Höhle des Löwens", VOX), als auch durch die unglaublich kreative und detaillierte Homepage (+Blog) super sympathisch und kompetent. Das ganze Team scheint ihre Arbeit zu lieben und dahinter zu stehen, weshalb auch die Verbraucher das Produkt nur lieben können! 

Weitere Infos:
https://einhorn.my/



Donnerstag, 11. August 2016

#RS2016 - Ruhr Summit & Impact Summit 2016


Am 28. Juli 2016  fand in Essen das größte Start-Up Event im Ruhrgebiet statt: Das RuhrSummit! Inklusive der Co-Veranstaltung dem ImpactSummit waren bei diesem Event über 50 Speaker aus dem Bereich Start-up und Social Entrepreneurship. Darunter z.B. Raul Krauthausen von "Sozialhelden" oder Dr. med. Frank Hoffmann von "Discovering Hands". Während der Veranstaltung gab es verschiedene Vorträge, Diskussionen und Konferenzen, aufgeteilt in mehreren Räumen und Bühnen.

Insgesamt bekommt das RuhrSummit/ImpactSummit 2016 : 8,5 von 10 Punkten!

"Eine inspirierende Veranstaltung, die mir neben theoretischen Inputs vor allem praktische Ideen und viele Vernetzungsmöglichkeiten geboten hat. Gerne mehr davon!" (Carsten Lessmann, Hilfswerft gGmbH)

Die Veranstaltung war sehr gut strukturiert, durch verschiedene Räume und Bühnen die thematisch geordnet waren. So kam die Vielseitigkeit besonders zur Geltung und der Überblick konnte von allen Besuchern dennoch behalten werden. Das war natürlich auch Folge der tollen Location: diese bot nicht nur ein schönes Ambiente, sondern auch genügend Platz.
Das Besondere an diesem RuhrSummit war unter anderem die Co-Veranstaltung, das "ImpactSummit". Diese hat einen speziellen Fokus auf das Thema Social Entrepreneurship gesetzt und hat insgesamt sehr zu der Vielseitigkeit der Veranstaltung beigetragen! Das ImpactSummith at gezeigt, dass Social Entrepreneurship ein wichtiger Baustein auch für die Entwicklung klassischer Geschäftsmodelle werden wird. Doch bei jeder Veranstaltung zählt vor allem das Publikum und auch das war hier sehr gut.
Es waren verschiedenste Personen, von Unternehmern bis hin zu jungen Gründern oder Studenten vor Ort, was insgesamt einen tollen Mix ergeben hat, dessen Resultat ein offenes und interessiertes Publikum war, das viele Vernetzungsmöglichkeiten bot.
Die Stimmung während der Veranstaltung kann als euphorisch und hoch-motiviert beschrieben werden, die Menschen waren "heiß" darauf neue Kontakte zu knüpfen und etwas voranzubringen und das hat die Besucher/innen noch mehr inspiriert und motiviert.
Echte Highlights waren unter anderem der Vortrag von Raul Krauthausen von "Sozialhelden" und von Sven-Oliver Pink von FOND OF BAGS (ehemals ergobag).

1,5 Punkte Abzug gab es nur für Kleinigkeiten, wie zum Beispiel Verzögerungen im Eingang oder der Essens - Verteilung oder eine zu geringe Bestuhlung während der Vorträge und Workshops, sodass man teilweise stehen musste.

Ansonsten war es wirklich ein super Event, dass sich auf jeden Fall gelohnt hat und sich beim nächsten Mal sicher auch lohnen wird!




Dienstag, 9. August 2016

Stiftungen - Ein kleiner Überblick

Stiftungen Überblick
In meinem letzten Post "Change the world - Social Entrepreneurship" habe ich bereits erwähnt, dass Stiftungen viel im Bereich Social Entrepreneurship bewirken.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich vor meinem Studium keinerlei Interesse an Stiftungen gehabt und wusste deshalb gar nicht so genau was das überhaupt für Organisationen sind und wofür wir sie gebrauchen können. Das hat sich jetzt geändert.

Grundsätzlich kann man sagen, eine Stiftung ist eine Art von Vermögenszuwendung für (meist) soziale Zwecke. Dazu wird in der Regel ein Stiftungszweck angegeben, der genau bestimmt welche Zwecke durch das Vermögen gefördert werden sollen. Die Leitung übernimmt dann ein Stiftungsrat.

In Deutschland gibt es unzählige Stiftungen, manche davon größer, einige kleiner. Ein paar möchte ich euch gerne vorstellen:

Angefangen mit den 4 größten Stiftungen privaten Rechts Deutschlands nach Buchwert 2015:

1.) Robert-Bosch Stiftung
Mit einem Buchwert von über 5.000.000.000 Euro enorm groß. Die Förderungen dieser Stiftung sind in den Themengebieten Gesundheit, Völkerverständigung, Gesellschaft, Bildung, Kultur und Wissenschaft zu finden. So gibt es neben Stipendienprogrammen auch eine Förderung für frühkindliche Bildung oder sogar ein UWC Robert Bosch College. Die Stiftung wurde 1964 mit Hauptsitz in Stuttgart gegründet und beschäftigt heute rund 180 Mitarbeiter.

2.) Klaus Tschira Stiftung
Auch die Themen Naturwissenschaft, Mathematik und Informatik sind wichtig in unserer Gesellschaft. Deshalb fördert die Klaus Tschira Stiftung genau diese Bereiche. Mit einem Buchwert von über 3.000.000.000 Euro 2015 wird dort sowohl die Forschung als auch der Nachwuchs unterstützt. Der Hauptsitz liegt in Heidelberg und die Stiftung wurde 1995 gegründet.

3.) Volkswagen Stiftung
1961 gegründet umfasst diese Stiftung heute ca. 90 Mitarbeiter, seinen Hauptsitz in Hannover und ein Kapital von ca. 2,9 Mrd. Euro. Die zwei großen Fördergebiete sind Wissenschaft und Forschung.

4.) Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Ja - auch ein Bundesland kann eine Stiftung haben. In diesem Fall: Niedersachsen. Mit einem Kapital von ca. 2,11 Mrd. Euro liegt der Stiftung, dem Namen entnehmbar, die Umwelt sehr am Herzen. Neben verschiedenen Projekten im Bereich Energie & Naturschutz oder Internationaler Förderung, vergibt diese Stiftung auch den Deutschen Umweltpreis. Gegründet wurde sie 1990, beschäftigt ca. 100 Mitarbeiter und hat ihren Hauptsitz in Osnabrück.


Nun komme ich zu den Stiftungen, die zwar etwas kleiner sind, die aber dennoch mein Interesse stark geweckt haben, aufgrund ihres Engagements in Richtung Social Entrepreneurship.


5.) Stiftung Entrepreneurship
Diese Stiftung wurde 2001 mit einem Kapital von 1 Mio. DM von Prof. Dr. Faltin und Prof. Dr. Winterhagen gegründet und befasst sich - kaum zu übersehen - mit Entrepreneurship in verschiedenen Facetten. Ihre Leitthemen sind daher ein Entrepreneurship Campus, Gründungen, Social Entrepreneurship und Cultural Entrepreneurship. Ihr Hauptsitz ist in Berlin und sie beschäftigen bisher ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter.

6.) BMW Siftung Herbert Quandt / Eberhard von Kuenheim Stiftung
Viele große Unternehmen nutzen Stiftungen um ihr Vermögen gezielt einzusetzen. So hat auch die BMW AG eine Stiftung zur Würdigung der Leistung im Unternehmen von Herbert Quandt im Jahr 1970 gegründet. Im Jahr 2000 wurde dann eine weitere Stiftung gegründet zu Ehren des langjährigen Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzenden Eberhard von Kuenheim. Mit einem Stiftungskapital von ca. 50.001.000 Euro im Jahr 2014 und rund 30 Mitarbeitern unterstützt diese Stiftung ebenfalls das Thema Social Business. Ihre Selbstgenannten Förderthemen sind: Globaler Dialog, Social Finance, Pro Bono, Social Entrepreneurship und Social Intrapreneurship.

7.) Siemens Stiftung
Auch die Siemens AG hat eine Stiftung gegründet. Diese hat ihren Hauptsitz in München, ca. 31 Mitarbeiter und wurde 2008 ins Leben gerufen. Neben Umwelt & Ertragswirtschaft oder Darstellende Kunst fördert auch diese gezielt Social Entrepreneurship & Wissenstransfer.

8.) Adalbert - Raps Stiftung
Raps Stiftung Social Entrepreneurship Camp
RAPS Stiftung & Hilfswerft gGmbH
- Social Entrepreneurship Camp
1976, mit Hauptsitz in Kulmbach, wurde die Adalbert-Raps Stiftung per Nachlass des Namensträger gegründet. Ihre Förderungsgebiete werden in drei Themengebiete zusammengefasst: Förderung sozialer Projekte, Förderung von Projekten aus der Lebensmittelforschung und Förderung von Projekten zu Ehren des Stifters. Die Stiftung ist vor allem auf ihre Region rund um Kulmbach bezogen und beteiligt sich an einigen Projekten und Kooperationen.



Ich hoffe ihr konntet nun einmal einen kleinen Überblick zu dem Thema Stiftungen bekommen und vielleicht wurde euer Interesse auch geweckt mal nachzuschauen welche Projekte und Fördermaßnahmen euch so interessieren oder sogar betreffen könnten.

Mittwoch, 3. August 2016

Change the world - Social Entrepreneurship

Social Entrepreneurship
Kaum zu glauben - schon habe ich zwei Jahre meines Studiums im Bereich Wirtschaftsethik absolviert. Eine Menge Vorlesungen zu verschiedenen Themen habe ich besucht und doch hat mich eins besonders fasziniert: Social Entrepreneurship. Ich hatte mehrere Vorlesungen bisher darüber und habe mich auch aus privatem Interesse in letzter Zeit mehr damit beschäftigt und bin dabei darauf aufmerksam geworden, wie vielseitig dieses Thema ist und welche Akteure eine wichtige Rolle spielen.


Erstmal für alle Neulinge in diesem Themengebiet: Was genau ist Social Entrepreneurship eigentlich? Im Grunde bedeutet es "Soziales Unternehmertum" und meint das unternehmerische Denken und Handeln auf die Bedürfnisse der Gesellschaft bezogen. Mit diesem Ansatz können gesellschaftliche Probleme gelöst werden. Ein Unternehmen das mit diesem Ansatz arbeitet, ist nicht auf eine Menge Profit aus, sondern möchte den größtmöglichen Nutzen für die Gesellschaft hervorbringen.

Sicherlich sind soziale Unternehmen wie Einhorn Condoms, Lemonaid oder Ergobag einigen bereits bekannt, doch es gibt noch so viele andere Akteure, die in diesem Bereich tätig sind.
Eine zentrale Rolle spielen Stiftungen. Davon gibt es zahlreiche in Deutschland und sie tragen mit Förderprogrammen oder Kooperationen einen großen Teil zur Entwicklung von Social Entrepreneurship bei. Die KfW Stiftung beispielsweise arbeitet eng mit der Social Entrepreneurship Akademie zusammen. Zusätzlich gibt es auch Medien wie die Magazine "Enorm" oder "brandeins", sowie Vereine die sich mit dem Thema beschäftigen.

Alles in allem finde ich, das dieses Thema noch sehr wenig verbreitet ist und das sollte sich schleunigst ändern!.

Donnerstag, 7. Juli 2016

UEFA Euro 2016 - Nachhaltigkeit & Fußball vereint

Quelle: www.uefa.com
Die Europameisterschaft 2016 im Fußball ist eines der wichtigsten Ereignisse im Jahr. Und tatsächlich, zu meiner Verwunderung, stößt man auf der offiziellen Homepage auf Aspekte wie Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung.

Neben den bisherigen Kampagnen wie z.B. "RESPECT - No to Racism" verfolgt die UEFA in diesem Jahr selbst gesteckte Ziele in den Bereichen: Soziale & Ökologische Nachhaltigkeit.

Die Motivation die dahinter steckt ist laut der Homepage, dass sie ein positives Vermächtnis für die Ausrichtungsstadt, die Stadien und den Fußball hinterlassen wollen. Die Umwelt und das soziale Umfeld soll nicht unter der Ausrichtung einer EM leiden. (Ich stelle mir zwar die Frage, ob die allgemeine Kritik, die es schon öfter gegeben hat, nicht auch eine zentrale Rolle spielt, aber das ist nur so dahingestellt)

Im Bereich der sozialen Nachhaltigkeit ist und bleibt die Kampagne RESPECT ein wichtiger Bestandteil zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung im Fußball. Aber zusätzlich gibt es unter anderem eine garantierte Rauchfreiheit in den Stadien, um die allgemeine Gesundheit zu fördern und eine Barrierefreiheit, sodass die Spiele der Euro 2016 für alle Fans zugänglich sind.

Für die Umwelt soll in jeglichen Hinsichten reduziert werden. Der Gebrauch von Öffentlichen Verkehrsmitteln soll durch spezielle Angebote für die Fans gefördert werden, um die Umweltbelastung durch die Anreise der Fans zu minimieren. Zudem, als kleines Gadget, gibt es den Öko Rechner mit dem jeder Fan herausfinden kann, welche Auswirkung die persönliche Anreise zu einem Fußballspiel hat und wie diese ausgeglichen werden kann. Dieser Rechner wurde in Zusammenarbeit mit Climatefriendly erarbeitet, eine Organisation, welche sich mit CO2 Reduzierung und Kompensation beschäftigt.
Auch innerhalb der Büros der UEFA soll CO2 reduziert werden, indem z.B. durch ein Videokonferenzsystem Geschäftsreisen minimiert werden sollen.

Bei einer großen Veranstaltung wie der Euro 2016 sind weitere Themen zentral: Abfallentsorgung, Energie-& Wasserverbrauch. Für den ersten Aspekt hat sich die UEFA eine Recyclingquote von 50% gesetzt. Der Verbrauch von Wasser und Energie soll mithilfe von erneuerbaren Energien und z.B. Regenwasserauffanganlagen "grüner" gemacht werden.

Nach Ende der Europameisterschaft soll ein Bericht veröffentlicht werden, welcher die verschiedenen Projekte zur Nachhaltigkeit in sozialen und ökologischen Bereichen näher beschreiben und bewerten soll. Dieser Bericht soll sich dabei an den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) orientieren und erreichte Erfolge und gesammelte Erfahrungen analysieren.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich wirklich positiv überrascht bin. Egal welches Motiv hinter diesen Projekten steckt, es ist wichtig, dass ein so großer Verband sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt. Sowohl für die Umwelt als auch für die Menschen. Ich bin sehr gespannt auf den angekündigten Bericht und die darin enthaltenen Ergebnisse!

Daumen hoch! :)




Weitere Infos: 
http://de.uefa.com/uefaeuro/organisation/sustainability/index.html
https://de-ecocalculator.uefa.com/journey
http://www.climatefriendly.com/about-us

Donnerstag, 30. Juni 2016

Der Tchibo Skandal und seine Folgen.

Hallo ihr Lieben!

Im Rahmen einer Hausarbeit für die Uni habe ich mich mit dem Skandal um Tchibo im Jahr 2005 auseinandergesetzt. Es ging damals um die schlechten Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten in Bangladesch. Da ich es wirklich erstaunlich und interessant finde wie sich das Unternehmen durch diesen Skandal zum positiven gewandelt hat möchte ich euch ein wenig davon berichten:

Der Skandal um Tchibo und die Arbeitsbedingungen bei den Zuliefererbetrieben begann mit einer „Tchibo-Arbeitsgruppe“, welche von der Clean Clothes Campaigne ins Leben gerufen, nachdem ein Vorfall in einer Fabrik in Bangladesch an die Öffentlichkeit gekommen war. Bei diesem wurden einige Mitarbeiter aufgrund der Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft fristlos gekündigt. Ziel war es den Tchibo-Konzern dahin zu bringen die gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich damit den bekannten Problemen in Bangladesch bei den Zulieferern anzunehmen. Um jedoch eine gute Grundlage für diese Arbeit zu schaffen, wurde im Jahr 2004 eine Studie in den Textilfabriken, die zu Tchibos Lieferanten gehörten, durchgeführt. Das Ergebnis dieser Studie war eindeutig: Die Arbeitsbedingungen waren sehr schlecht. Nicht nur mussten die Näherinnen dort 11-14 Stunden täglich, in nicht klimatisierten Fabriken, arbeiten, wo zudem auch noch Fluchtwege gezielt verschlossen wurden, sondern unter anderem erlitten sie auch sexuelle Belästigung, reglementierte Toilettengänge und völlige Erschöpfung durch die Arbeit. Im September desselben Jahres begannen die ersten Gespräche zwischen der Arbeitsgruppe und dem Tchibo-Konzern. Die Konzernleitung wies zu diesem Zeitpunkt jedoch jegliche Verantwortung von sich. Daraufhin begann die Arbeitsgruppe der CCC an die breite Öffentlichkeit zu treten und verschiedene Protestaktionen durchzuführen. Nachdem allerdings weitere Gesprächsversuche zwischen den Parteien gescheitert waren formulierte die Arbeitsgruppe Ende Januar 2005 einen offenen Brief mit den bisherigen Forderungen an Tchibo und veröffentlichte die Ergebnisse der Studie in einer Broschüre. In Folge dessen wurden die Gespräche wieder bereitwillig durch den Tchibo-Konzern aufgenommen, als eine Referentin für soziale Unternehmensverantwortung eingestellt wurde. Um den Druck auf das Unternehmen nochmals zu erhöhen wurden im Oktober 2005 die Misstände im Zuliefererbetrieb „Basic Apparels“ aus Bangladesch veröffentlicht. Auch in diesem Betrieb waren die Arbeitsbedingungen sehr schlecht und es kam ebenfalls zu Entlassungen aufgrund von Mitgliedschaften bei Gewerkschaften. Im Oktober 2005 reiste deshalb eine Näherin namens Rina Begum aus Bangladesch auf Einladung der Clean Clothes Campaign nach Deutschland um dort in mehreren Städten über ihre Arbeit zu berichten. Im Zuge dessen war sie am 13. Oktober 2005 zu Gast bei der Sendung „Monitor“ im ARD und erreichte damit große Aufmerksamkeit. Daraufhin wurde von Tchibo versichert, dass man die Hinweise sehr ernst nehme, jedoch reagierte die Tchibo nach Ansicht der Clean Clothes Campaign damit auf die falsche Art und Weise, da sie die Zusammenarbeit mit Basic Apparels bis zur Klärung des Vorfalls unterlassen wollten. Denn dies hätte, nach Meinung der CCC, den betroffenen Näherinnen mehr Schaden als Nutzen gebracht, da sie auf das Geld dringend angewiesen sind und ihnen bei weniger Aufträgen die Entlassung drohen würde. An diesem Punkt hatte der Skandal über die Arbeitsbedingungen bei Tchibos Zulieferern seinen Höhepunkt erreicht und der Konzern wurde von der „Tchibo Arbeitsgruppe“ und der Öffentlichkeit immer mehr gedrängt etwas gegen die Misstände zu unternehmen. Im Jahr 2006 reagierte Tchibo dann auf diese Forderungen. So heißt es sowohl auf der offiziellen Homepage, als auch im Nachhaltigkeitsbericht von 2014: „Seit 2006 ist Nachhaltigkeit ein integraler Bestandteil der Tchibo Geschäftsstrategie. […] Die Schwerpunkte unserer Maßnahmen liegen in den Wertschöpfungsketten Kaffee und Gebrauchsartikel und in den Bereichen operativer Umweltschutz, Kunden und Produkte sowie Leistungen für Mitarbeiter“. Ein großer Teil dieser Maßnahmen findet durch Kooperationen und Selbstverpflichtungen mit Hilfe von Organisationen statt. Im Jahr 2006 erwarben sie beispielsweise die Lizenz von dem international anerkannten Siegel von Rainforest Alliance und wurden Beiratsmitglied des Social Accountability International (SAI). Heutzutage ist die Tchibo GmbH ein Teil von über 30 Kooperationen und Selbstverpflichtungen. Darunter zum Beispiel auch die Zertifizierung durch den Global Organic Textile Standard (GOTS) seit 2014 oder die Selbstverpflichtung seit 2009 sich an die zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen (UNGC) zu halten. Die Fortschritte die das Unternehmen in den letzten zehn Jahren gemacht hat, wurden durch verschiedene Auszeichnungen und Rankings bewertet. Z.B. erhielt Tchibo den CSR-Preis 2013 und den Preis für Unternehmensethik 2012. Zusätzlich erhielten sie unter anderem die Gold- und Silbermedaille als „Nachhaltiges Einzelhandelsunternehmen“ durch die Verbraucher Initiative e.V. 2015 und wurden innerhalb einer Verbraucherstudie der Reader's Digest aufgrund des Nachhaltigkeitsengagements zur „Most Trusted Brand“ 2015 gewählt.

Auch wenn der Auslöser des Skandals durch eine Nicht-Regierungsorganisation wie Terres des Femmes e.V. gegeben wurde, war es dennoch entscheidend, dass die Öffentlichkeit ihre Empörung zum Ausdruck gebracht hat und sich aktiv an der Kampagne beteiligt hat. Ohne diesen Druck der Öffentlichkeit hätte aus meiner Sicht der Skandal nicht eine solche Dimension erreicht und hätte wahrscheinlich weniger Positives erzielt.

Ich finde es wirklich erstaunlich wie durch einen Skandal das Unternehmenskonzept stark geändert werden kann und was für eine große Macht die Konsumenten/innen haben können!
Dieses positive Beispiel von einem Unternehmen das durch die Konsumenten dazu gebracht wurde umzudenken, zeigt, dass der Einzelne durchaus etwas bewirken kann! :) 



Weitere Infos / Literatur:
Tchibo GmbH (2014): Nachhaltigkeitsbericht 2014, online im Internet zum Download unter:
http://www.tchibo-nachhaltigkeit.de/csrweb/servlet/content/956082/-/de/home/downloads.html,
Greier, A. (2005): 80 Stunden wöchentlich für 3,25 Euro – Die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie Bangladeschs, in: NETZ Partnerschaft für Entwicklung und Gerechtigkeit e.V. Bangladesch Zeitschrift, Ausgabe 1/2005, S. 3-6
Herold, H. (2016): Kleider machen Leute – Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie, in: NETZ Partnerschaft für Entwicklung und Gerechtigkeit e.V. Bangladesch Zeitschrift, Ausgabe 4/2008, S. 19-21
Lin-Hi, N., Blumberg, I. (2016): The Power(lessness) of Industry Self-regulation to Promote Responsible Labor Standards: Insights from the Chinese Toy Industry, in: Journal of Business Ethics, online first: DOI: 10.1007/s10551-016-3075-0
Lin-Hi, N. & Suchanek, A. (2011): Corporate Social Responsibility als Integrationsherausforderung: Zum systematischen Umgang mit Konflikten zwischen Gewinn und Moral; in: Zeitschrift für Betriebswirtschaft (ZfB), Special Issue 1/2011, S. 63-91
DNWE (2012): Presseinformation - Ausgezeichnete Nachhaltigkeit: Tchibo erhält den Preis für Unternehmensethik 2012, online im Internet unter: http://www.dnwe.de/tl_files/Veranstaltungen/121112_PI_DNWEUnternehmensethikPreis2012.pdf
General-Anzeiger (2005): Regionale Wirtschaft – Menschenrechtsgruppen kritisieren Tchibo, online im Internet unter: http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/wirtschaft/region/Menschenrechtsgruppen-kritisieren-Tchibo-article70135.html,
NETZ (2016): NETZ – Die Bangladesch Organisation, online im Internet unter: http://bangladesch.org/ueber-netz/organisation.html
Tchibo GmbH (2016): Tchibo, online im Internet unter: http://www.tchibo.de
Terre des Femmes e.V. (2005): 16.10.2005: Reaktion zu Monitor-Film am 13.10.05 über Arbeitsbedingungen eines Tchibo-Zulieferers, online im Internet unter: http://frauenrechte.de/online/index.php/presse/pressearchiv/2005/210-16102005-reaktion-zu-monitor-film-am-131005-ueber-arbeitsbedingungen-eines-tchibo-zulieferers-
Terres des Femmes e.V. (2006): Presseinformation 10.03.2006: Tchibo bemüht sich um Kurswechel. Aktionen der „CCC-Kampagne“ zeigen Wirkung, online im Internet unter: http://frauenrechte.de/online/index.php/presse/pressearchiv/2006/198-10032006-tchibo-bemueht-sich-um-kurswechsel-aktionen-der-qccc-kampagneq-zeigen-wirkung-

Mittwoch, 13. April 2016

"Ecosia - Die Suchmaschine die Bäume pflanzt!"

Ecosia.org
Hallo ihr Lieben!

Neulich bin ich durch einen Tweet von dem Magazin ENORM auf diese tolle Idee gestoßen: Ecosia ist eine Suchmaschine, welche die Einnahmen, die sie durch die Anzeigen generieren dafür nutzt um Bäume im afrikanischen Gebiet Burkina Faso zu pflanzen. Es handelt sich dabei um eine Fläche, welche sehr Wüsten - ähnlich ist und die durch die neuen Bäume und Pflanzen wieder neu zum Leben erweckt wird. Dies hat nicht nur einen positiven Einfluss auf die Natur, sondern auch auf die Menschen und die Wirtschaft vor Ort. Durch die Pflanzen wird z.B. die Luft besser gereinigt und die Übertragung von Krankheiten kann so verlangsamt werden. Zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Flächen entstehen neue Arbeitsplätze sowohl für Männer, als auch für Frauen. Dies wiederum bringt den Familien ein höheres Einkommen, wodurch mehr Kinder die Schule besuchen können. Außerdem entsteht durch die Pflanzen ein Lebensraum für verschiedenste Lebewesen. Diese Wertschöpfungskette hat noch weitere Aspekte und deshalb finde ich sie so beeindruckend vielfältig, dass ich euch dieses Projekt unbedingt vorstellen wollte!
Ich finde es gut gemacht, dass man, wenn man die Suchmaschine benutzt, oben in der Ecke sehen kann zu wie vielen Bäumen man selbst beigetragen hat. So macht Suchen im Internet richtig Spass! Außerdem gibt es viele Informationen rund um das Projekt, die Leute (welche super sympathisch wirken), das Thema im Allgemeinen und die neusten Ergebnisse des Projektes.
Bei mir ist Ecosia nun sowohl auf meinem Laptop, als auch auf meinem Handy die Standard Suchmaschine, denn sie bietet die gleichen Optionen wie z.B. Google, hilft der Umwelt und ich habe keinerlei Aufwand damit außer die zwei Minuten um sie als Standard Suche einzustellen. Es gibt auch die Möglichkeit, durch ein paar Klicks, die einem auf der Homepage direkt angezeigt werden, dass die Suche automatisch über Ecosia läuft wenn man oben in der URL Leiste die Suchbegriffe eingibt.
Alles in allem bin ich wirklich begeistert davon! Ich bin immer wieder erstaunt was für tolle Ideen Menschen haben um der Umwelt und den Menschen zu helfen.


Weitere Informationen:
https://www.ecosia.org/
Ecosia Kanal Youtube
Ecosia Facebook
Ecosia Blog

Mittwoch, 6. April 2016

Made in a free World - Slavery Footprint

"Sklaverei? Das gab es mal vor langer Zeit. Heutzutage gibt es sowas nicht mehr." Oder doch?

Ich habe auch gedacht, dass so etwas wie Sklaverei schon längst vorbei ist, bis mir eine gute Freundin den Link zu Made in a Free World (MIAFW) geschickt hat. Ohne mir die Homepage genau anzusehen stieß ich somit auf den "My Slavery Footprint" Generator. Dieser funktioniert ähnlich wie der Generator für den ökologischen Fußabdruck. Man gibt also einige Dinge in einer spielerischen Form in den Generator ein und schon bekommt man sein persönliches Ergebnis. Bei mir kam heraus das ca. 28 Sklaven "für mich arbeiten".
Und da wurde mir  klar, dass dies kein Spiel ist und das zu meinem Entsetzen Sklaverei in einigen Ländern und Branchen noch immer an der Tagesordnung liegt.

Nach dieser schockierenden Erkenntnis sah ich mich auf der Homepage von MIAFW um. Diese Organisation zeigt auf, dass in Indien und Ghana Kinder im Bergbau und der Fischereiindustrie versklavt werden und dort unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten müssen.
MIAFW will diese Kinder retten und setzt dabei auf die Hilfe von Spendern. Sie zeigen genau auf welche Kosten für die Befreiung eines Kindes aus der Sklaverei anfallen, welche Schritte dazu nötig sind und wie viel sie in den zwei Gebieten in denen sie arbeiten bereits erreicht haben. Dabei versprechen sie, dass 100% der Spenden direkt in dieses Projekt fließen.
Das Team besteht aus elf Personen, darunter auch der CEO und Gründer Justin Dillon.

So schockierend es ist, dass Sklaverei stattfindet und das wir es durch unseren Konsum in gewisser Weise unterstützen, so wichtig ist es auch, dass es eine solche Organisation gibt die diesen Kindern helfen!
Unterstützen kann man diese Organisation nicht nur durch Spenden, sondern auch durch eine Aufforderung an Unternehmen ihre Produkte in einer freien Welt, also ohne Sklaverei, herzustellen. Dazu bietet MIAFW eine Liste von Unternehmen die dies bereits tun und gleichzeitig eine Liste zu Unternehmen denen man im Zuge dessen eine Aufforderung schicken kann.

Weitere Infos:
My Slavery Footprint Generator
Made in a Free World Homepage
Made in a Free World Facebook



Dienstag, 29. März 2016

Mission Blue - Sylvia Earle Alliance

mission-blue.org
Vor einiger Zeit unterhielt ich mich mit einer guten Freundin über Dokumentationen. Wir beide sind große Fans von Tier- und Naturdokus und schließlich hat sie mir die Plattform Netflix empfohlen. Kaum war ich von unserem Treffen wieder zu Hause war mein Account erstellt und die Zeit in den ungemütlichen Wintermonaten, die man auf dem Sofa verbringt, hatte plötzlich einen neuen Sinn bekommen: Dokumentationen schauen!

Gleich am Anfang bin ich auf die, von Netflix selbst produzierte, Dokumentation "Mission Blue" gestoßen. In der Beschreibung heißt es kurz und knapp: "Dokumentation über die Aktivistengruppe Mission Blue der Meeresforscherin Sylvia Earle zur Bewahrung der Weltmeere vor Überfischung und Giftmüll."
Doch nach den ersten zehn Minuten wird bereits klar, dass diese Beschreibung der Dokumentation nicht gerecht wird, denn sie beinhaltet noch viel mehr.
Diese Dokumentation schafft es eine klassische Biografie mit einer beeindruckenden Naturdokumentation zu verknüpfen. 
Im Fokus steht die US-amerikanische Ozeanographin und Umweltaktivistin Sylvia Earle, dessen Leben man im Laufe der Dokumentation bis heute nach vollzieht. Sie wurde 1935 in New Jersey geboren und erkannte bereits im Kindesalter ihre Liebe zum Meer. Seit dem hat sie ganz nach ihrem Motto "Ich will raus ins Wasser!" über 7.000 Stunden unter Wasser bei Expeditionen und Ähnlichem verbracht. Dabei stellte sie sogar einen Weltrekord im Jahr 1979 mit einem Tauchgang zum Meeresgrund in 381 Metern Tiefe auf.
In einer Zeit, in der Frauen noch sehr selten in der Forschung tätig waren, schaffte sie es nicht nur erstaunliche Dinge zu entdecken und in Kooperationen zu entwickeln, sondern brachte auch das Frauenbild durch ihre Stärke und ihren Willen ein Stück in die Moderne voran.

Vor einigen Jahren gründete Sylvia Earle die Aktivistengruppe "Mission Blue". Diese verfolgt das Ziel die Weltmeere zu schützen und sogenannte "Hope Spots", also Punkte der Hoffnung, zu fördern. Diese Hope Spots sind abgegrenzte Flächen im Meer, in denen das Fischen und jegliche andere negativen Einwirkungen des Menschen im Meer verboten sind. Bisher sind laut Mission Blue lediglich 4% der Weltmeere geschützt. Ihr Ziel ist es deshalb diesen Prozentsatz bis 2020 auf 20% zu erhöhen.

Ich kann euch allen diese Dokumantation nur empfehlen! Sie ist zurecht ein Emmy Award Gewinner, weil sie so vielseitig und berührend ist. Die Hauptfigur Sylvia Earle ist eine sehr beeindruckende Frau, dessen Leben uns alle dazu inspiriert für das was wir lieben ohne Pause und Nachlass zu kämpfen!



Weitere Infos:
Homepage Mission Blue
Trailer Mission Blue Youtube
Facebook Sylvia A. Earle
Facebook Mission Blue