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Mittwoch, 31. August 2016

Soziales Unternehmen (2) - Manomama


manomama.de
[Kategorie: Mode]

T-Shirts, Hosen, Schmuck und Accessoires - das lässt unser Herz höher schlagen. Vor allem wenn diese Produkte auch noch von einem sozialen Unternehmen hergestellt werden!

Manomama wurde von Sina Trinkwalder, frei nach ihrem Motto "Wir können die Welt nicht ändern, aber jeden Tag ein bisschen besser machen" gegründet und produziert "Saubere Kleidung". Nachdem die Gründerin viele Jahre lang eine Werbeagentur geleitet hat wurde ihr klar, dass sie etwas verändern möchte. Ihr Ziel war es von nun an Menschen zu helfen, welche aus verschiedensten Gründen erwerbslos sind. Egal ob aufgrund von körperlicher Einschränkung, Alter oder Migrationshintergründen - hier sollten alle eine Arbeit bekommen, die gut bezahlt wird und eine gute Work-Life-Balance garantiert.

Doch das ist nicht das einzige Besondere an diesem Unternehmen. Alle Produkte, werden nach höchsten Standards produziert. So werden alle verfügbaren Materialien regional bezogen und bei nicht regionaler Verfügbarkeit streng darauf geachtet wo sie herkommen. Als Grundlage dienen die Richtlinien von bekannten Siegeln wie GOTS oder IVN, aber Manomama geht noch einen Schritt weiter: in ihrer Kleidung werden keine Komponenten verarbeitet die auf Erdöl basieren, um das Recyclen der Produkte zu vereinfachen und somit die Umwelt zu schonen.

Neben dem Online-Shop gibt es seit 2013 den ersten Manomama Laden in Augsburg. Außerdem kann man auch zur Fabrik in Augsburg gehen und dort die Produkte erwerben. Des Weiteren bietet das Unternehmen einen besonderer Service, namens: "mobile Herzen". Diese Mitarbeiter kommen auf Anfrage von Kunden zu diesen nach Hause. Sie geben den Kunden unter anderem wichtige Tipps fürs energiesparende Waschen oder Beraten die Personen in "sauberen" Modefragen.

In den letzten Jahren wurde dieses soziale Unternehmen sowohl mit dem Barbara-Künkelin-Preis 2014, dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis, dem bayerischen Bürgerkulturpreis ausgezeichnet, als auch zum Myself Liebling 2013 ernannt.

Ich finde es super, dass es auch im Mode-Bereich so tolle Alternativen gibt. Und auch wenn der eine oder andere vielleicht über die Preise stolpert, sind diese meiner Meinung nach nicht nur mehr als gerechtfertigt, sondern auch im Vergleich noch sehr erschwinglich. Mein Lieblingsprodukt ist der Jute-Beutel mit der Aufschrift "weniger to go, mehr to stay", weil er für jeden erschwinglich ist, super aussieht und ein cooles Statement vertritt!

Weitere Infos&Shop:
http://www.manomama.de/




Mittwoch, 24. August 2016

Soziales Unternehmen (1) - einhorn condoms

Hallo ihr Lieben!

Da ich mich, wie ihr bestimmt schon bemerkt habt, im Moment vermehrt mit dem Thema soziales Unternehmertum beschäftige habe ich mir überlegt eine neue Reihe von Posts zu machen, so wie damals die Reihe "Mit kleinen Schritten in Richtung Nachhaltigkeit".

Um euch zu zeigen wie so ein Soziales Unternehmen überhaupt aussehen kann und wie vielseitig diese bereits auf dem deutschen Markt vertreten sind, möchte ich euch in den nächsten Wochen verschiedene Sozialunternehmen vorstellen. Jeweils eins stellvertretend für die Kategorien: Gesundheitswesen, Textilbranche, Lebensmittel & Getränke, Flüchtlingshilfe, Technik & Software, Erneuerbare Energien, Reisen & Mobilität, Bildung und Gesellschaft.

Ich hoffe ihr freut euch genauso wie ich auf diese Reihe und schaut ab und zu mal rein!



einhorn condoms
Quelle: http://einhorn.my
[Kategorie: Gesundheitswesen]

Das erste soziale Unternehmen, welches ich euch vorstellen möchte ist einhorn condoms. Die beiden Gründer Waldemar Zeiler und Philip Siefer hatten es satt, beim Kauf von Kondomen nicht zu wissen wo und vor allem wie diese produziert wurden. So beschlossen sie kurzer Hand ein eigenes Produkt auf den Markt zu bringen, das genau diese Bedingungen erfüllt und dann natürlich auch fair & vegan ist!

Einhorn condoms ist ein soziales Unternehmertum weil es a) ein faires und nachhaltiges Produkt anbietet, dessen Lieferkette sehr gut nachvollziehbar ist und b) 50 % ihrer Gewinne in soziale Projekte investiert. So unterstützen sie z.B. fairstainable Standards im Kautschukanbau (welcher für die Produktion von Kondomen grundlegend ist) oder Sexualaufklärung für Jugendliche.

Quelle: http://einhorn.my
Das Besondere an den Kondomen von einhorn condoms ist jedoch nicht nur die Eigenschaft vegan & fair zu sein, sondern auch die Verpackungen sind unverkennbar! Mithilfe von Designern wird die Verpackung der guten Stücke "sexy" gemacht und das gibt dem Ganzen, meiner Meinung nach, noch eine extra coole Note. Das Unternehmen wirkt sowohl durch diverse Fernsehauftritte (z.B. "Die Höhle des Löwens", VOX), als auch durch die unglaublich kreative und detaillierte Homepage (+Blog) super sympathisch und kompetent. Das ganze Team scheint ihre Arbeit zu lieben und dahinter zu stehen, weshalb auch die Verbraucher das Produkt nur lieben können! 

Weitere Infos:
https://einhorn.my/



Donnerstag, 11. August 2016

#RS2016 - Ruhr Summit & Impact Summit 2016


Am 28. Juli 2016  fand in Essen das größte Start-Up Event im Ruhrgebiet statt: Das RuhrSummit! Inklusive der Co-Veranstaltung dem ImpactSummit waren bei diesem Event über 50 Speaker aus dem Bereich Start-up und Social Entrepreneurship. Darunter z.B. Raul Krauthausen von "Sozialhelden" oder Dr. med. Frank Hoffmann von "Discovering Hands". Während der Veranstaltung gab es verschiedene Vorträge, Diskussionen und Konferenzen, aufgeteilt in mehreren Räumen und Bühnen.

Insgesamt bekommt das RuhrSummit/ImpactSummit 2016 : 8,5 von 10 Punkten!

"Eine inspirierende Veranstaltung, die mir neben theoretischen Inputs vor allem praktische Ideen und viele Vernetzungsmöglichkeiten geboten hat. Gerne mehr davon!" (Carsten Lessmann, Hilfswerft gGmbH)

Die Veranstaltung war sehr gut strukturiert, durch verschiedene Räume und Bühnen die thematisch geordnet waren. So kam die Vielseitigkeit besonders zur Geltung und der Überblick konnte von allen Besuchern dennoch behalten werden. Das war natürlich auch Folge der tollen Location: diese bot nicht nur ein schönes Ambiente, sondern auch genügend Platz.
Das Besondere an diesem RuhrSummit war unter anderem die Co-Veranstaltung, das "ImpactSummit". Diese hat einen speziellen Fokus auf das Thema Social Entrepreneurship gesetzt und hat insgesamt sehr zu der Vielseitigkeit der Veranstaltung beigetragen! Das ImpactSummith at gezeigt, dass Social Entrepreneurship ein wichtiger Baustein auch für die Entwicklung klassischer Geschäftsmodelle werden wird. Doch bei jeder Veranstaltung zählt vor allem das Publikum und auch das war hier sehr gut.
Es waren verschiedenste Personen, von Unternehmern bis hin zu jungen Gründern oder Studenten vor Ort, was insgesamt einen tollen Mix ergeben hat, dessen Resultat ein offenes und interessiertes Publikum war, das viele Vernetzungsmöglichkeiten bot.
Die Stimmung während der Veranstaltung kann als euphorisch und hoch-motiviert beschrieben werden, die Menschen waren "heiß" darauf neue Kontakte zu knüpfen und etwas voranzubringen und das hat die Besucher/innen noch mehr inspiriert und motiviert.
Echte Highlights waren unter anderem der Vortrag von Raul Krauthausen von "Sozialhelden" und von Sven-Oliver Pink von FOND OF BAGS (ehemals ergobag).

1,5 Punkte Abzug gab es nur für Kleinigkeiten, wie zum Beispiel Verzögerungen im Eingang oder der Essens - Verteilung oder eine zu geringe Bestuhlung während der Vorträge und Workshops, sodass man teilweise stehen musste.

Ansonsten war es wirklich ein super Event, dass sich auf jeden Fall gelohnt hat und sich beim nächsten Mal sicher auch lohnen wird!




Dienstag, 9. August 2016

Stiftungen - Ein kleiner Überblick

Stiftungen Überblick
In meinem letzten Post "Change the world - Social Entrepreneurship" habe ich bereits erwähnt, dass Stiftungen viel im Bereich Social Entrepreneurship bewirken.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich vor meinem Studium keinerlei Interesse an Stiftungen gehabt und wusste deshalb gar nicht so genau was das überhaupt für Organisationen sind und wofür wir sie gebrauchen können. Das hat sich jetzt geändert.

Grundsätzlich kann man sagen, eine Stiftung ist eine Art von Vermögenszuwendung für (meist) soziale Zwecke. Dazu wird in der Regel ein Stiftungszweck angegeben, der genau bestimmt welche Zwecke durch das Vermögen gefördert werden sollen. Die Leitung übernimmt dann ein Stiftungsrat.

In Deutschland gibt es unzählige Stiftungen, manche davon größer, einige kleiner. Ein paar möchte ich euch gerne vorstellen:

Angefangen mit den 4 größten Stiftungen privaten Rechts Deutschlands nach Buchwert 2015:

1.) Robert-Bosch Stiftung
Mit einem Buchwert von über 5.000.000.000 Euro enorm groß. Die Förderungen dieser Stiftung sind in den Themengebieten Gesundheit, Völkerverständigung, Gesellschaft, Bildung, Kultur und Wissenschaft zu finden. So gibt es neben Stipendienprogrammen auch eine Förderung für frühkindliche Bildung oder sogar ein UWC Robert Bosch College. Die Stiftung wurde 1964 mit Hauptsitz in Stuttgart gegründet und beschäftigt heute rund 180 Mitarbeiter.

2.) Klaus Tschira Stiftung
Auch die Themen Naturwissenschaft, Mathematik und Informatik sind wichtig in unserer Gesellschaft. Deshalb fördert die Klaus Tschira Stiftung genau diese Bereiche. Mit einem Buchwert von über 3.000.000.000 Euro 2015 wird dort sowohl die Forschung als auch der Nachwuchs unterstützt. Der Hauptsitz liegt in Heidelberg und die Stiftung wurde 1995 gegründet.

3.) Volkswagen Stiftung
1961 gegründet umfasst diese Stiftung heute ca. 90 Mitarbeiter, seinen Hauptsitz in Hannover und ein Kapital von ca. 2,9 Mrd. Euro. Die zwei großen Fördergebiete sind Wissenschaft und Forschung.

4.) Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Ja - auch ein Bundesland kann eine Stiftung haben. In diesem Fall: Niedersachsen. Mit einem Kapital von ca. 2,11 Mrd. Euro liegt der Stiftung, dem Namen entnehmbar, die Umwelt sehr am Herzen. Neben verschiedenen Projekten im Bereich Energie & Naturschutz oder Internationaler Förderung, vergibt diese Stiftung auch den Deutschen Umweltpreis. Gegründet wurde sie 1990, beschäftigt ca. 100 Mitarbeiter und hat ihren Hauptsitz in Osnabrück.


Nun komme ich zu den Stiftungen, die zwar etwas kleiner sind, die aber dennoch mein Interesse stark geweckt haben, aufgrund ihres Engagements in Richtung Social Entrepreneurship.


5.) Stiftung Entrepreneurship
Diese Stiftung wurde 2001 mit einem Kapital von 1 Mio. DM von Prof. Dr. Faltin und Prof. Dr. Winterhagen gegründet und befasst sich - kaum zu übersehen - mit Entrepreneurship in verschiedenen Facetten. Ihre Leitthemen sind daher ein Entrepreneurship Campus, Gründungen, Social Entrepreneurship und Cultural Entrepreneurship. Ihr Hauptsitz ist in Berlin und sie beschäftigen bisher ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter.

6.) BMW Siftung Herbert Quandt / Eberhard von Kuenheim Stiftung
Viele große Unternehmen nutzen Stiftungen um ihr Vermögen gezielt einzusetzen. So hat auch die BMW AG eine Stiftung zur Würdigung der Leistung im Unternehmen von Herbert Quandt im Jahr 1970 gegründet. Im Jahr 2000 wurde dann eine weitere Stiftung gegründet zu Ehren des langjährigen Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzenden Eberhard von Kuenheim. Mit einem Stiftungskapital von ca. 50.001.000 Euro im Jahr 2014 und rund 30 Mitarbeitern unterstützt diese Stiftung ebenfalls das Thema Social Business. Ihre Selbstgenannten Förderthemen sind: Globaler Dialog, Social Finance, Pro Bono, Social Entrepreneurship und Social Intrapreneurship.

7.) Siemens Stiftung
Auch die Siemens AG hat eine Stiftung gegründet. Diese hat ihren Hauptsitz in München, ca. 31 Mitarbeiter und wurde 2008 ins Leben gerufen. Neben Umwelt & Ertragswirtschaft oder Darstellende Kunst fördert auch diese gezielt Social Entrepreneurship & Wissenstransfer.

8.) Adalbert - Raps Stiftung
Raps Stiftung Social Entrepreneurship Camp
RAPS Stiftung & Hilfswerft gGmbH
- Social Entrepreneurship Camp
1976, mit Hauptsitz in Kulmbach, wurde die Adalbert-Raps Stiftung per Nachlass des Namensträger gegründet. Ihre Förderungsgebiete werden in drei Themengebiete zusammengefasst: Förderung sozialer Projekte, Förderung von Projekten aus der Lebensmittelforschung und Förderung von Projekten zu Ehren des Stifters. Die Stiftung ist vor allem auf ihre Region rund um Kulmbach bezogen und beteiligt sich an einigen Projekten und Kooperationen.



Ich hoffe ihr konntet nun einmal einen kleinen Überblick zu dem Thema Stiftungen bekommen und vielleicht wurde euer Interesse auch geweckt mal nachzuschauen welche Projekte und Fördermaßnahmen euch so interessieren oder sogar betreffen könnten.

Mittwoch, 3. August 2016

Change the world - Social Entrepreneurship

Social Entrepreneurship
Kaum zu glauben - schon habe ich zwei Jahre meines Studiums im Bereich Wirtschaftsethik absolviert. Eine Menge Vorlesungen zu verschiedenen Themen habe ich besucht und doch hat mich eins besonders fasziniert: Social Entrepreneurship. Ich hatte mehrere Vorlesungen bisher darüber und habe mich auch aus privatem Interesse in letzter Zeit mehr damit beschäftigt und bin dabei darauf aufmerksam geworden, wie vielseitig dieses Thema ist und welche Akteure eine wichtige Rolle spielen.


Erstmal für alle Neulinge in diesem Themengebiet: Was genau ist Social Entrepreneurship eigentlich? Im Grunde bedeutet es "Soziales Unternehmertum" und meint das unternehmerische Denken und Handeln auf die Bedürfnisse der Gesellschaft bezogen. Mit diesem Ansatz können gesellschaftliche Probleme gelöst werden. Ein Unternehmen das mit diesem Ansatz arbeitet, ist nicht auf eine Menge Profit aus, sondern möchte den größtmöglichen Nutzen für die Gesellschaft hervorbringen.

Sicherlich sind soziale Unternehmen wie Einhorn Condoms, Lemonaid oder Ergobag einigen bereits bekannt, doch es gibt noch so viele andere Akteure, die in diesem Bereich tätig sind.
Eine zentrale Rolle spielen Stiftungen. Davon gibt es zahlreiche in Deutschland und sie tragen mit Förderprogrammen oder Kooperationen einen großen Teil zur Entwicklung von Social Entrepreneurship bei. Die KfW Stiftung beispielsweise arbeitet eng mit der Social Entrepreneurship Akademie zusammen. Zusätzlich gibt es auch Medien wie die Magazine "Enorm" oder "brandeins", sowie Vereine die sich mit dem Thema beschäftigen.

Alles in allem finde ich, das dieses Thema noch sehr wenig verbreitet ist und das sollte sich schleunigst ändern!.